PayPays Börsendebüt an der Nasdaq war ein Erfolg — doch SoftBank selbst gerät zunehmend unter Druck. Während das Fintech-Portfolio an Wert gewinnt, straft der Markt die Muttergesellschaft ab. Dieser Widerspruch bestimmt derzeit das Bild der Aktie.

PayPay liefert, SoftBank leidet

Der Börsengang von PayPay am 12. März 2026 war der größte US-IPO eines japanischen Unternehmens seit einem Jahrzehnt. Mit einem Emissionsvolumen von rund 880 Millionen Dollar und einem Eröffnungskurs von 19 Dollar — 19 Prozent über dem Ausgabepreis von 16 Dollar — zeigte das Debüt klare Stärke. Bis zum 13. März kletterten die American Depositary Shares weiter auf 21,14 Dollar.

Für SoftBank ist der Börsengang ein Beweis, dass reife Portfoliounternehmen erfolgreich an die Börse gebracht werden können. Seit dem Arm-IPO 2023 war dies die erste große US-Notierung eines SoftBank-Beteiligungsunternehmens. Zudem schafft die Notierung mehr Transparenz über den tatsächlichen Wert des Fintech-Assets — ein Faktor, der den sogenannten Holding-Abschlag auf SoftBanks eigene Aktie historisch belastet hat.

PayPay selbst wächst weiter: 72 Millionen registrierte Nutzer Ende 2025, 100 Milliarden Dollar Transaktionsvolumen, eine strategische Partnerschaft mit Visa für den US-Markt. Die geplante Fusion mit LINE Pay bis Ende März 2026 dürfte die Marktstellung im QR-Code-Zahlungsverkehr in Japan weiter festigen.

Kreditrisiken überschatten die Portfolioerfolge

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SoftBank?

Trotz dieser Fortschritte steht SoftBanks eigene Aktie an der Tokioter Börse unter erheblichem Druck. Der Kurs fiel zuletzt auf 3.558 Yen — ein Minus von über 5 Prozent — und liegt mehr als 34 Prozent hinter dem Nikkei 225 in den vergangenen sechs Monaten. Zudem notiert die Aktie mehr als 10 Prozent unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts.

Ein wesentlicher Treiber dieser Schwäche sind die wachsenden finanziellen Verpflichtungen gegenüber OpenAI. Nach einer zusätzlichen Investition von 30 Milliarden Dollar revidierte S&P Global Ratings den Ausblick für SoftBank von stabil auf negativ. Die Credit Default Swaps des Konzerns weiteten sich auf ein Elf-Monats-Hoch aus und sind mit rund 355 Basispunkten die weitesten unter japanischen Großunternehmen. Jefferies stufte SoftBank auf „Underperform" herab und verwies auf strukturelle Risiken durch die konzentrierte OpenAI-Exposition.

Robotik als nächste Wachstumswette

Parallel dazu treibt SoftBank seine Ambitionen im Bereich physische KI voran. ABB hat den Verkauf seiner Robotics-Sparte an SoftBank für einen Unternehmenswert von 5,375 Milliarden Dollar vereinbart. ABB Robotics erzielte 2024 einen Umsatz von 2,3 Milliarden Dollar bei einer operativen EBITA-Marge von 12,1 Prozent. SoftBank plant, die Sparte unter seiner Robo-HD-Holdinggesellschaft mit bestehenden Beteiligungen wie Berkshire Grey, Agile Robots und AutoStore zusammenzuführen. Der Abschluss der Transaktion wird für Mitte bis Ende 2026 erwartet, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen.

Das Kernproblem bleibt damit klar umrissen: SoftBank gelingt es, Portfoliowerte zu heben und neue Wachstumsfelder zu erschließen — die Kosten dieser Strategie, insbesondere die OpenAI-Finanzierung, belasten jedoch Kreditprofil und Aktienkurs spürbar.

Anzeige

SoftBank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SoftBank-Analyse vom 21. März liefert die Antwort:

Die neusten SoftBank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SoftBank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SoftBank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...