Nvidia Aktie: Fokuswechsel
Nvidia zieht bei seiner Chip-Strategie die Reißleine: Kapazitäten, die bislang für den H200 (in einer China-Variante) gedacht waren, werden offenbar auf die nächste Plattform „Vera Rubin“ umgeleitet. Hintergrund sind anhaltende regulatorische Hürden, die nennenswerte Verkäufe nach China weiter ausbremsen. Gleichzeitig liefert der Konzern Rekordzahlen – und mit der bald startenden GTC-Konferenz rückt schon der nächste Gradmesser für die KI-Nachfrage näher.
China-Bremse: H200 weicht „Vera Rubin“
Der wichtigste Punkt dieser Woche ist der Produktionsschwenk. Laut Financial Times soll Nvidia die Fertigung von H200-Chips, die für China vorgesehen waren, gestoppt haben. Stattdessen habe der Konzern den Auftragsfertiger TSMC gebeten, Kapazitäten von H200 auf Hardware der nächsten Generation – „Vera Rubin“ – umzuschichten.
Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil es im Januar noch Signale gab, Nvidia könne seinen zweitstärksten Chip nach China verkaufen. In der Praxis bleibt das Geschäft aber offenbar blockiert. Finanzchefin Colette Kress sagte im Earnings-Call, dass zwar kleine Mengen für China-Kunden von der US-Regierung genehmigt worden seien, bislang aber keine Umsätze erzielt wurden – und unklar sei, ob Importe nach China überhaupt erlaubt werden.
Entsprechend konservativ fällt der Ausblick aus: In der aktuellen Prognose rechnet Nvidia für China mit keinen Umsätzen aus „Data Center compute“.
Rekordjahr trägt die Story – trotz Gegenwind
Operativ hat Nvidia im Geschäftsjahr 2026 (Rekordwerte) geliefert. Im vierten Quartal (bis 25. Januar 2026) stieg der Umsatz auf 68,1 Mrd. US-Dollar – plus 20% zum Vorquartal und plus 73% zum Vorjahr. Auf das Gesamtjahr summierte sich der Umsatz auf 215,9 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 65%.
Der Wachstumsmotor bleibt das Rechenzentrumsgeschäft: 193,7 Mrd. US-Dollar Data-Center-Umsatz im Geschäftsjahr 2026 – nach 15 Mrd. US-Dollar im Geschäftsjahr 2023. Dazu kamen außergewöhnlich hohe Margen (71% Bruttomarge, 60,6% operative Marge, 55,6% Nettomarge), was in 120,1 Mrd. US-Dollar Nettogewinn mündete.
Auch der Blick nach vorn bleibt offensiv: Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 stellt Nvidia 78,0 Mrd. US-Dollar Umsatz (±2%) in Aussicht – ebenfalls ohne eingeplantes China-Data-Center-Compute-Geschäft. Die erwartete Bruttomarge liegt laut Prognose bei rund 75% (GAAP/non-GAAP).
GTC rückt näher – und neue Partner für die Infrastruktur
Schon in gut einer Woche bekommt der Markt das nächste große Update: Die GTC-Konferenz läuft vom 16. bis 19. März in San Jose. Im Mittelpunkt steht die Zukunft von KI und „accelerated computing“. Das Highlight dürfte die Keynote von CEO Jensen Huang am 16. März werden. Investoren und Entwickler achten dabei besonders auf Neuigkeiten zu Chips, Systemen und Software.
Flankiert wird das durch neue Kooperationen im Bereich Hochgeschwindigkeitsverbindungen für KI-Rechenzentren. Nvidia hat Partnerschaften mit den Optik-Spezialisten Coherent und Lumentum angekündigt. Mit Coherent gibt es zudem eine mehrjährige strategische Vereinbarung, die Fertigungskapazitäten sowie Forschung und Entwicklung für fortschrittliche Optik-Technologien umfasst.
Beim Kapitalrückfluss bleibt der Konzern ebenfalls aktiv: Im Geschäftsjahr 2026 kaufte Nvidia Aktien im Wert von 40,1 Mrd. US-Dollar zurück. Zudem wird am 1. April 2026 eine Quartalsdividende von 0,01 US-Dollar je Aktie an Aktionäre ausgezahlt, die am 11. März 2026 registriert sind.
Zum Kurs: Die Aktie liegt heute bei 156,98 Euro und damit leicht im Minus. In den vergangenen 12 Monaten steht dennoch ein Plus von 53,12% zu Buche – ein Hinweis, wie stark der KI-Zyklus den Titel zuletzt getragen hat.
Am 27. Mai 2026 folgt der nächste Quartalsbericht – zuvor dürfte die GTC (ab 16. März) zum wichtigsten kurzfristigen Taktgeber werden, ob Nvidias Wachstumsdynamik und der Übergang Richtung „Vera Rubin“ vom Markt weiter so zuversichtlich bewertet werden.
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