SoftBank legt eine geplante Großübernahme im US-Rechenzentrumsmarkt auf Eis. Die Gespräche über den Kauf des Datenzentrumsbetreibers Switch Inc. in Milliardenhöhe sind vorerst gestoppt, was die unmittelbare Ausbauplanung der eigenen KI-Infrastruktur neu ordnet. Anleger richten den Blick nun stärker auf alternative Schritte des Konzerns im Bereich künstliche Intelligenz.

Geplante 50-Milliarden-Transaktion gestoppt

Laut Berichten hat SoftBank lang andauernde Verhandlungen über die vollständige Übernahme von Switch vorerst beendet. Im Raum stand ein Dealvolumen von rund 50 Milliarden US‑Dollar.

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Switch betreibt ein Netzwerk energieeffizienter Rechenzentren in mehreren US‑Städten. Über Monate galt der mögliche Kauf als ein zentraler Baustein, um sich langfristig die enorme Rechenleistung für anspruchsvolle KI-Anwendungen zu sichern.

Das Aussetzen der Gespräche markiert einen deutlichen Einschnitt in SoftBanks bisher sehr offensiven Vorstoß in den KI-Sektor.

Gründe für die Pause und Alternativen

Auslöser für die Entscheidung sollen interne Bedenken über die Größe der Transaktion und die operative Komplexität gewesen sein. Insbesondere das Management weit verzweigter Rechenzentrums-Campi in mehreren US-Metropolen gilt demnach als Herausforderung.

Ganz vom Tisch ist eine Zusammenarbeit mit Switch aber nicht. Beide Seiten sprechen dem Vernehmen nach weiter über:

  • eine kleinere, partielle Beteiligung
  • oder eine strategische Partnerschaft ohne vollständige Übernahme

Parallel rückt SoftBanks übrige KI-Strategie stärker in den Vordergrund. Der Konzern richtet sein Portfolio zunehmend auf künstliche Intelligenz aus und hat in diesem Zuge bereits umfangreich in OpenAI investiert.

Ein weiterer Baustein: Die geplante Übernahme der Investmentgesellschaft DigitalBridge Group, die selbst an Switch beteiligt ist. Diese Transaktion wurde bei der US-Behörde CFIUS (Committee on Foreign Investment in the United States) zur Prüfung eingereicht. Damit hängt ein indirekter Zugang zu Switch ebenfalls an regulatorischen Entscheidungen.

Nächste Wegmarken für Anleger

Mit der pausierten Vollübernahme von Switch steigt die Bedeutung der anvisierten kleineren Kooperationen. Ein Abschluss über eine Teilbeteiligung oder eine strategische Partnerschaft könnte kurzfristig neue Impulse für die Bewertung von SoftBanks KI-Infrastrukturplänen liefern.

Wichtige Orientierung dürfte zudem der nächste Zahlenbericht liefern. SoftBank will seine Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2025 am 12. Februar 2026 vorlegen. Dann erwartet der Markt konkretere Aussagen zur weiteren Ausrichtung im KI-Bereich und zur Entwicklung der globalen Technologie-Beteiligungen des Konzerns.

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