Auf der neunten AIPCon-Konferenz hat Palantir Technologies eine Reihe bedeutender KI-Kooperationen vorgestellt — mit Partnern aus Verteidigung, Energie und Technologie. Gleichzeitig sorgt eine politisch heikle Situation rund um den Pentagon-Bann von Anthropic für Gesprächsstoff.

Neue Allianzen auf der AIPCon 9

Die wichtigsten Ankündigungen im Überblick: GE Aerospace und Palantir weiten ihre Zusammenarbeit aus, um die militärische Einsatzbereitschaft der US Air Force zu verbessern. Palantirs Software soll dabei Maschinenausfälle vorhersagen, Lieferengpässe identifizieren und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen optimieren. Die Partnerschaft begann ursprünglich mit dem Ziel, die T-38-Trainingsflugzeuge der Air Force einsatzbereit zu halten, und hat sich seitdem auf das gesamte Produktionssystem von GE Aerospace ausgeweitet.

Mit NVIDIA entwickelt Palantir eine sogenannte Sovereign AI OS Reference Architecture — im Kern ein schlüsselfertiges KI-Rechenzentrum für Regierungen und regulierte Unternehmen, das die gesamte Palantir-Softwareplattform integriert. Weitere Kooperationen wurden mit Ondas und World View für eine Drohnen- und Stratosphärenballon-gestützte Aufklärungsplattform, mit Centrus Energy für den Ausbau der US-Urananreicherungskapazitäten sowie mit LG CNS für die KI-Transformation der LG-Gruppe bekannt gegeben.

Die Anthropic-Frage

Neben den Partnerschaftsmeldungen zog eine andere Nachricht Aufmerksamkeit auf sich. CEO Alex Karp bestätigte auf der AIPCon 9, dass Anthropics Claude-Modell weiterhin in Palantir-Produkten eingesetzt wird — obwohl das Pentagon Anthropic als Lieferkettenrisiko eingestuft hat. Präsident Trump hatte alle Bundesbehörden angewiesen, die Nutzung von Anthropics Technologie „sofort einzustellen". Das Verteidigungsministerium hat jedoch rund sechs Monate Zeit, bestehende Deployments abzuwickeln.

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Das Problem: Palantirs Maven Smart Systems, das für Geheimdienstanalysen und Zielerfassung genutzt wird, basiert auf Workflows, die ursprünglich auf Claude aufgebaut wurden. Eine schnelle Ablösung ist technisch nicht trivial. Karp formulierte es nüchtern: „Das Department of War plant, Anthropic auszuphasen — aktuell ist das noch nicht geschehen."

Starkes Wachstum, hohe Bewertung

Die Partnerschaftswelle trifft auf eine finanziell starke Ausgangslage. Im vierten Quartal 2025 erzielte Palantir einen Umsatz von 1,406 Milliarden Dollar — ein Plus von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das US-Kommerzgeschäft legte um 137 Prozent auf 507 Millionen Dollar zu. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Management einen Umsatz zwischen 7,182 und 7,198 Milliarden Dollar, mit einem US-Commercial-Segment, das um mindestens 115 Prozent wachsen soll.

Die Bewertung bleibt das zentrale Diskussionsthema. Ein Forward-KGV von rund 125x und ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 81x lassen wenig Spielraum für Enttäuschungen. Nach einem Jahresstart nahe 177 Euro liegt die Aktie auf Jahressicht deutlich im Minus, während der Zwölf-Monats-Chart noch ein Plus von rund 80 Prozent zeigt.

Da mehr als 40 Prozent des Gesamtumsatzes weiterhin aus US-Regierungsverträgen stammt, bleibt die Anthropic-Situation kein Randthema. Wie schnell und reibungslos Palantir den Modellwechsel vollzieht, ohne den operativen Betrieb in sensiblen Verteidigungsanwendungen zu stören, wird in den kommenden Quartalen ein konkreter Belastungstest für die Plattformresilienz sein.

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