Der schwedische Industrietechnik-Spezialist SKF hat ein gemischtes viertes Quartal hinter sich. Während die bereinigten Margen dank striktem Kostenmanagement zulegen konnten, bremst die schwache Nachfrage aus der Automobilindustrie das organische Wachstum aus. Anleger blicken nun gespannt auf die geplante Abspaltung des Fahrzeuggeschäfts, die jedoch erst später als ursprünglich erwartet abgeschlossen werden soll.

Profitabilität schlägt Umsatzrückgang

Trotz eines deutlichen Rückgangs des Nettoumsatzes auf rund 21,97 Milliarden Schwedische Kronen (MSEK) konnte SKF seine operative Effizienz steigern. Die bereinigte operative Marge kletterte im vierten Quartal auf 11,8 Prozent, verglichen mit 11,1 Prozent im Vorjahreszeitraum. Dieser Anstieg ist vor allem auf eine konsequente Kostendisziplin und eine vorteilhafte Preisgestaltung zurückzuführen, die geringere Absatzmengen und negative Währungseffekte kompensieren konnten.

Besonders deutlich wird die Kluft zwischen den Geschäftsbereichen: Während die Industriesparte eine starke Marge von 15,6 Prozent erzielte, blieb das Automobilgeschäft mit lediglich 1,7 Prozent weit dahinter zurück. Kann die geplante Neuausrichtung diese Schwächephase dauerhaft überwinden?

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Strategische Abspaltung im Fokus

Ein zentraler Pfeiler der künftigen Strategie bleibt die Trennung vom Automobilgeschäft. SKF plant nun die Börsennotierung dieser Sparte an der Nasdaq Stockholm für das vierte Quartal 2026 ein. Die leichte Verzögerung im Zeitplan resultiert aus dem Vorhaben, die Produktion schneller zu optimieren und die Auftragsfertigung zügiger zu reduzieren als ursprünglich geplant.

Dieser Schritt soll beide Unternehmensteile wettbewerbsfähiger machen und insbesondere im Automobilsegment den künftigen Investitionsbedarf senken. Die Verantwortlichen erhoffen sich durch die klarere Struktur eine bessere Fokussierung auf die jeweiligen Kernmärkte.

Ausblick und Dividende

Trotz der strategischen Fortschritte reagierte der Markt am Freitag empfindlich: Die Aktie verzeichnete einen deutlichen Tagesverlust von 8,07 Prozent und schloss bei 22,10 Euro. Damit entfernt sich das Papier weiter von seinem 52-Wochen-Hoch bei 24,08 Euro. Dennoch zeigt sich die Unternehmensführung mit Blick auf das erste Quartal 2026 vorsichtig optimistisch.

  • Dividende: Der Vorstand schlägt für das Geschäftsjahr 2025 eine Ausschüttung von 7,75 SEK pro Aktie vor, zahlbar in zwei Tranchen.
  • Marktprognose: Laut dem CEO hat der europäische Industriemarkt die Talsohle durchschritten.
  • Wachstumsziele: Für das erste Quartal 2026 wird ein organisches Umsatzwachstum erwartet, das leicht über dem Vorjahresniveau liegt.

Die nächste wichtige Weichenstellung erfolgt auf der Jahreshauptversammlung 2026, für die der Nominierungsausschuss bereits Karen Florschütz und Maximiliane Straub als neue Vorstandsmitglieder vorgeschlagen hat. Eine Stabilisierung der Nachfrage im Automobilsektor bleibt der entscheidende Faktor für die kommenden Monate.

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