Gold: Neue Markttrends?
Nach einer heftigen Korrektur — dem stärksten wöchentlichen Rückgang seit März 2020 — stabilisiert sich Gold knapp oberhalb der 4.500-Dollar-Marke. Gleich mehrere gegenläufige Kräfte bestimmen dieser Tage die Richtung.
China kauft — und zahlt Aufpreis
Ein auffälliges Signal kommt aus Asien: An der Shanghai Gold Exchange lag der Aufschlag gegenüber dem Weltmarktpreis zuletzt bei rund 39 Dollar je Feinunze — gegenüber etwa 12 Dollar in der Vorwoche. Dieser sogenannte China-Spread signalisiert erhöhten physischen Kaufdruck im Inland. Auch die Lieferströme zwischen der Schweiz und China haben zuletzt zugenommen. Solange die SGE-Notierung über dem globalen Preis liegt, spricht das für anhaltende Binnennachfrage.
Drei Faktoren halten den Preis in Schach
Gegen eine rasche Erholung sprechen strukturelle Gegenwindfaktoren. Erstens hat die Fed ihren Kurs verschärft: Der CME FedWatch preist für 2026 keine Zinssenkungen mehr ein — zu Jahresbeginn waren noch drei erwartet worden. Da Gold keine Zinsen abwirft, macht das die Haltedauer kostspieliger. Zweitens hat der Dollar angesichts des Iran-Konflikts zugelegt, was den Goldpreis zusätzlich belastet. Drittens haben große Zentralbanken restriktiver reagiert, nachdem steigende Energiepreise neue Inflationssorgen ausgelöst haben — die EZB hob ihre Inflationsprognose für 2026 auf 2,6 Prozent an und senkte die Wachstumserwartung auf 0,9 Prozent.
Der Iran-Konflikt wirkt dabei widersprüchlich: Die geopolitische Risikoprämie ist zwar gestiegen — Trumps Frist an den Iran zur Öffnung der Straße von Hormuz läuft am 6. April ab —, doch in einem Umfeld mit akutem Liquiditätsbedarf gerät auch Gold zeitweise unter Verkaufsdruck.
Powells Ton und die Payrolls entscheiden die Woche
Heute Abend spricht Fed-Chef Powell. Signalisiert er eine dauerhaft restriktive Haltung, dürfte der Dollar weiter zulegen und Gold erneut unter Druck geraten. Verweist er hingegen auf den schwachen Februar-Jobsbericht mit nur 92.000 neu geschaffenen Stellen, könnte das eine Erholung anstoßen.
Das eigentliche Gewicht liegt jedoch beim US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Analysten sehen bei einem schwachen Ergebnis Potenzial bis rund 4.738 Dollar — ein starker Bericht könnte dagegen einen Test der Unterstützung nahe 4.114 Dollar auslösen. JP Morgan, UBS (Kursziel 6.200 Dollar bis Mitte 2026) und BNP Paribas (6.000 Dollar bis Jahresende) werten die jüngste Korrektur unterdessen als Bereinigung, nicht als Trendwende.
Gold: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gold-Analyse vom 30. März liefert die Antwort:
Die neusten Gold-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gold-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Gold: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








