Silber: Angst vor Lieferausfällen
Der Silberpreis bewegt sich zum Wochenausklang in einem hochvolatilen Umfeld wieder auf die Marke von 90 US-Dollar zu. Doch abseits der üblichen Zinsdiskussionen braut sich in Mexiko ein ernstes Problem zusammen: Eskalierende Gewalt in zentralen Bergbauregionen bedroht die globale Versorgung. Steht der Markt vor einem akuten Angebotsschock beim weltweit wichtigsten Produzenten?
Gewalt bedroht Nachschub
Im Zentrum der Nervosität steht Mexiko, das weltweit führende Förderland für Silber. Ein sich verschärfender Kartellkrieg in den Bundesstaaten Jalisco, Zacatecas und Durango sorgt für massive Unsicherheit. Diese Regionen sind für fast zehn Prozent der globalen Silberförderung verantwortlich. Zunehmende Angriffe und Blockaden schüren am Markt die Sorge, dass es zu signifikanten Produktionsstopps kommen könnte.
Diese potenziellen Ausfälle treffen auf einen ohnehin angespannten Markt. Fundamentale Daten weisen auf ein anhaltendes Ungleichgewicht hin. Das Silver Institute prognostiziert für das Jahr 2026 bereits das sechste Jahr in Folge, in dem die physische Nachfrage das globale Angebot übersteigt.
Zinsangst gegen geopolitische Risiken
Neben den physischen Angebotssorgen zerren makroökonomische Kräfte in unterschiedliche Richtungen an der Notierung. Auf der einen Seite stützen die Unsicherheit über die US-Handelspolitik und neue Sanktionen gegen den Iran den Preis. Investoren suchen in diesem Umfeld den sicheren Hafen.
Auf der anderen Seite bremsen robuste US-Konjunkturdaten die Euphorie. Sie stärken die Erwartung, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Leitzinsen länger auf hohem Niveau belassen wird. Dies stellt traditionell einen Gegenwind für das zinslose Edelmetall dar und verhindert bisher einen noch stärkeren Ausbruch nach oben.
Kampf um die 90-Dollar-Marke
Trotz dieser gemischten Gemengelage zeigt sich Silber widerstandsfähig. Nach einem Rücksetzer am Donnerstag erholte sich der Kurs heute spürbar und nahm erneut die psychologisch wichtige Hürde von 90 US-Dollar pro Unze ins Visier. Damit steuert das Edelmetall auf den zweiten Wochengewinn in Folge zu.
Das weitere Kursgeschehen hängt nun maßgeblich davon ab, ob sich die Lage in den mexikanischen Fördergebieten weiter zuspitzt und das strukturelle Defizit verschärft, oder ob der starke US-Dollar und die straffe Geldpolitik die Oberhand gewinnen.
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