Siemens Healthineers Aktie: Wichtige Hürden genommen
Die Aktie von Siemens Healthineers meldet sich zum Jahresstart 2026 eindrucksvoll zurück. Angetrieben durch eine wichtige Zulassung der US-Gesundheitsbehörde konnte der Medizintechnik-Titel technisch signifikante Marken zurückerobern. Doch trotz der operativen Erfolge bleibt ein strukturelles Problem bestehen, das die Aufwärtsbewegung jederzeit bremsen könnte.
Das Wichtigste in Kürze:
* Technologie-Meilenstein: FDA-Zulassung für nahezu heliumfreies MRT-System erhalten.
* Chart-Signal: Kurs notiert wieder über der langfristigen 200-Tage-Linie.
* Analysten-Votum: Bernstein bestätigt heute Kaufempfehlung mit Kursziel 52,90 Euro.
Der jüngste Kursanstieg ist nicht zufällig. Am 8. Januar gab die FDA grünes Licht für das neue MRT-System „Magnetom Flow“. Diese Technologie löst ein zentrales Kostenproblem der Kliniken, da das System dank der sogenannten „DryCool“-Technologie nahezu ohne das teure und knappe Edelgas Helium auskommt. Zusätzlich senkt eine KI-gestützte Workflow-Optimierung den Energieverbrauch um mehr als die Hälfte gegenüber Vorgängermodellen.
An der Börse wird dieser technologische Vorsprung honoriert. Seit Jahresbeginn legte das Papier bereits 6,37 Prozent zu und notiert aktuell bei 46,95 Euro. Charttechnisch ist damit ein wichtiger Schritt gelungen: Der Kurs hat sich deutlich vom 50-Tage-Durchschnitt (44,17 Euro) gelöst und notiert nun auch wieder knapp über der langfristig entscheidenden 200-Tage-Linie bei 46,36 Euro. Das Momentum spricht kurzfristig für die Bullen.
Bremse durch die Muttergesellschaft
Doch die Bäume wachsen nicht automatisch in den Himmel. Über dem Kurs schwebt die angekündigte Anteilsreduzierung durch die Muttergesellschaft Siemens AG. Der Konzern plant, seine Beteiligung von derzeit 67 Prozent langfristig auf unter 20 Prozent zu senken. Dieser ständige Überhang an potenziellen Aktienverkäufen veranlasste die Deutsche Bank im Dezember zu einer Herabstufung auf „Hold“. Marktbeobachter sehen hier einen Deckel für das Aufwärtspotenzial, da jede Erholung für Platzierungen genutzt werden könnte.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz der strukturellen Belastung durch den Aktienüberhang überwiegt bei den Experten die Zuversicht hinsichtlich des operativen Geschäfts. Bernstein-Analystin Susannah Ludwig bestätigte heute ihre Kaufempfehlung mit einem Ziel von 52,90 Euro. Noch optimistischer zeigen sich Jefferies (60 Euro) und Barclays (61 Euro), während die Deutsche Bank mit einem Ziel von 46 Euro skeptischer bleibt. Im Schnitt sehen die Analysten ein Kursziel von knapp 56 Euro.
Die Richtung für die kommenden Wochen dürfte am 5. Februar entschieden werden, wenn der Konzern die Zahlen für das erste Geschäftsquartal vorlegt. Analysten rechnen mit einem Umsatzwachstum von fünf bis sechs Prozent. Gelingt es dem Management, neben der technologischen Innovation auch robuste Finanzdaten zu liefern, könnte sich der aktuelle Ausbruch über die gleitenden Durchschnitte nachhaltig festigen.
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