Die Medizintechnik-Aktie bewegt sich im Spannungsfeld zwischen vorsichtigem Abwarten und großer Hoffnung. Während die UBS vor verfrühtem Einstieg warnt, sieht die Bank of America sattes Aufwärtspotenzial. Entscheidend werden die Quartalszahlen Anfang Februar.

Am Donnerstag notiert der Titel bei 46,70 Euro und gibt damit leicht nach. Seit Jahresanfang steht dennoch ein Plus von knapp 6 Prozent zu Buche. Die Diskrepanz zwischen kurzfristigem Zögern und langfristiger Fantasie prägt das aktuelle Bild.

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Analysten-Duell: Geduld gegen Euphorie

Die UBS hebt ihr Kursziel von 50 auf 51 Euro an, bleibt aber bei "Neutral". Analyst Graham Doyle sieht die Bewertung zwar als attraktiv, mahnt jedoch zur Vorsicht. Seine Begründung: Für das erste Quartal, dessen Zahlen am 5. Februar kommen, liege die Vergleichshürde "recht hoch". Ein Einstieg sei daher "noch ein bisschen zu früh".

Ganz anders die Bank of America. Sie bestätigt "Buy" mit Kursziel 65 Euro – das entspricht einem Potenzial von 38 Prozent. Die US-Analysten verweisen auf das starke Produktportfolio und das Wachstum im Bereich "Advanced Therapies".

Photon-Counting-CTs: 1,7 Milliarden im Auftragsbestand

CEO Dr. Bernd Montag lieferte auf der J.P. Morgan Healthcare Conference konkrete Zahlen zur neuen Technologie. Der Auftragsbestand für Photon-Counting-CTs beläuft sich auf 1,7 Milliarden Euro. Diese Innovation macht bereits rund 30 Prozent des gesamten CT-Geschäfts aus.

Die Eckdaten:
- Umsatzwachstum 2026: 5 bis 6 Prozent erwartet
- Bereinigte EPS-Prognose: 2,20 bis 2,40 Euro
- Backlog Photon-Counting-CTs: 1,7 Milliarden Euro
- Anteil am CT-Geschäft: rund 30 Prozent

Die technologische Marktführerschaft scheint intakt, auch wenn der Kurs dies noch nicht vollständig widerspiegelt.

China-Flaute und Zollbelastung bremsen

Das Management rechnet für 2026 mit einer flachen Entwicklung im wichtigen chinesischen Markt. Erst mittelfristig soll dort wieder ein Wachstum von 5 Prozent möglich sein.

Zusätzlich belasten externe Faktoren: Währungseffekte und Zölle schlagen mit jeweils etwa 0,15 Euro je Aktie negativ zu Buche. Die Tarifbelastungen von rund 400 Millionen Euro will das Unternehmen bis 2028 kompensieren. Parallel soll die Nettoverschuldung innerhalb von 24 Monaten auf das Ziel von 2,5x EBITDA sinken.

Der 5. Februar als Wendepunkt

Die aktuelle Seitwärtsbewegung ist Ausdruck des Wartens auf die Q1-Zahlen am 5. Februar. Gelingt es Siemens Healthineers, die von der UBS als hoch bezeichneten Erwartungen zu erfüllen, könnte der Weg in Richtung 65 Euro frei werden. Enttäuschen die Ergebnisse hingegen, dürfte die Unterstützung um 45 Euro getestet werden.

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