Operative Stärke trifft auf markttechnische Skepsis. Obwohl der Medizintechnik-Konzern in den USA eine wichtige Zulassung erhielt, tritt der Kurs auf der Stelle. Ein aktueller Analystenkommentar dämpft die Euphorie und wirft die Frage auf: Wie viel Potenzial steckt noch im aktuellen Bewertungsniveau, während die Muttergesellschaft ihre Beteiligung überdenkt?

FDA-Zulassung als technologischer Meilenstein

Die wichtigste Nachricht der Woche erreichte Anleger am Donnerstag. Die US-Gesundheitsbehörde FDA gab grünes Licht für das neue MRT-System Magnetom Flow. Diese Entscheidung festigt die Position der Erlanger im Bereich der nachhaltigen Bildgebung. Das 1,5-Tesla-System hebt sich durch seine "DryCool-Technologie" von der Konkurrenz ab. Statt der üblichen 1.500 Liter flüssiges Helium benötigt das Gerät lediglich 0,7 Liter in einem geschlossenen Kreislauf.

Die Vorteile im Überblick:
* Kosteneffizienz: Der Wegfall aufwendiger Quench-Rohre senkt die Installations- und Betriebskosten.
* Nachhaltigkeit: Der Stromverbrauch reduziert sich laut Unternehmensangaben um bis zu 56 % gegenüber Vorgängermodellen.
* Marktführerschaft: Es ist bereits das dritte heliumfreie System des Konzerns, was in Zeiten volatiler Rohstoffpreise einen strategischen Burggraben bildet.

Analysten sehen kaum Luft nach oben

Trotz dieser operativen Fortschritte reagierte die Aktie kaum. Verantwortlich hierfür ist unter anderem eine aktuelle Einschätzung der Deutschen Bank vom 6. Januar. Analyst Falko Friedrichs bestätigte sein Votum mit "Hold" und einem Kursziel von 46 Euro.

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Das Problem für Anleger: Mit einem Schlusskurs von 46,51 Euro am Freitag notiert das Papier bereits leicht über diesem Ziel. Die Analysten begründen ihre Zurückhaltung mit zwei Faktoren. Zum einen wird der Start in das Geschäftsjahr 2026 als Übergangsphase gewertet. Zum anderen belastet der sogenannte "Overhang": Die Absicht der Siemens AG, ihre Beteiligung an der Healthineers-Tochter mittelfristig zu reduzieren, deckelt die Kursfantasie, da der Markt potenziell auf den Markt kommende Aktienpakete antizipiert.

Charttechnik: Kampf um den Durchschnitt

Die fundamentale Pattsituation spiegelt sich exakt im Chartbild wider. Die Aktie pendelt lustlos um ihren 200-Tage-Durchschnitt, der aktuell bei 46,32 Euro verläuft.

Der Bereich um 47,00 Euro hat sich als kurzfristiger Widerstand etabliert, den auch die positiven FDA-Nachrichten nicht durchbrechen konnten. Auf der Unterseite dient das Analysten-Kursziel von 46,00 Euro als psychologische Unterstützung. Dass der Kurs trotz der positiven Nachrichten nur eine minimale Wochenveränderung von -0,04 % aufweist, unterstreicht die abwartende Haltung der Marktteilnehmer.

In der kommenden Woche bleibt der Fokus auf der Verteidigung der 46,50-Euro-Marke. Erst ein nachhaltiger Ausbruch über 47 Euro würde signalisieren, dass der Markt die langfristigen Margenvorteile der neuen MRT-Generation höher gewichtet als die temporären Risiken durch den Aktienüberhang der Muttergesellschaft. Bis zu den Quartalszahlen Anfang Februar dürfte die Handelsspanne eng begrenzt bleiben.

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