Zwei Konferenzen, eine Roadshow — und ein Kurs, der kaum Spielraum nach unten lässt. Siemens Healthineers präsentiert sich heute auf der BNP Paribas Healthcare Conference in London, morgen folgt eine Roadshow mit Berenberg, anschließend die Healthcare Business International Conference in Paris. Die Botschaft, die das Management dabei vermitteln muss, ist anspruchsvoll.

Die Aktie notiert nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief und hat seit Jahresbeginn rund 17 Prozent verloren. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt fast 18 Prozent — kein leichtes Umfeld für Investorengespräche.

Spin-off als zentrales Gesprächsthema

Neben der operativen Lage dürfte die bevorstehende Trennung von der Siemens AG die Agenda dominieren. Die Mutter plant, 30 Prozent ihrer Beteiligung direkt an eigene Aktionäre abzugeben und damit die Kontrollmehrheit abzutreten. Healthineers würde künftig nur noch als Finanzbeteiligung im Siemens-Portfolio geführt.

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Die Vorbereitungen laufen: Trennungsvertrag und Refinanzierungsarrangements befinden sich in der Vorbereitung, konkrete Bedingungen sollen Anfang des zweiten Quartals 2026 bekanntgegeben werden. Moody's hat dem Unternehmen bereits ein Investment-Grade-Rating für die künftige Eigenständigkeit vergeben. Noch ausstehend sind die Genehmigungen beider Hauptversammlungen sowie abschließende regulatorische Klärungen.

Zölle fressen bis zu 500 Millionen Euro

Das operative Bild ist gemischt. Im ersten Quartal wuchs der Umsatz um 3,8 Prozent — getragen von Stärke im Bildgebungsbereich und im Krebstherapiegeschäft. Das Diagnostiksegment schrumpfte hingegen um 3 Prozent, belastet durch Chinas zentralisierte Beschaffungspolitik und laufende Antikorruptionskampagnen. Dieser Gegenwind soll im zweiten Quartal anhalten, weshalb das Management ein Umsatzwachstum unterhalb der Zielspanne von 5 bis 6 Prozent erwartet.

Hinzu kommt ein potenzieller Zolleffekt von bis zu 500 Millionen Euro für das Gesamtjahr 2026. Trotzdem hält das Unternehmen an seiner Jahresprognose fest: vergleichbares Umsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent, bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 2,20 und 2,40 Euro.

Am 7. Mai legt Healthineers die Zahlen für das zweite Quartal vor. Dann wird sich zeigen, wie belastbar diese Prognose unter dem kombinierten Druck aus Zöllen und China-Schwäche tatsächlich ist — und ob der Kurs bis dahin einen Boden gefunden hat.

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