Während der TecDAX am Mittwoch deutlich nachgab, schwamm Siemens Healthineers gegen den Strom. Der Medizintechnikkonzern beendete den Handelstag mit einem Plus von 0,66 Prozent bei 47,05 Euro und zählte damit zu den Top-3-Performern im Index. Verantwortlich für die relative Stärke: eine strategische Finanzentscheidung in Großbritannien und positive Analystenkommentare.

Die wichtigsten Fakten:
- Siemens Healthineers schloss am 13. Januar einen Pensionsvertrag über 213 Millionen Pfund mit der Pension Insurance Corporation
- Der "Full Buy-in" deckt Verpflichtungen für 703 Rentner und 967 weitere Anspruchsberechtigte ab
- Bernstein Research bekräftigt "Outperform" mit Kursziel 52,90 Euro
- FDA-Zulassung für heliumfreies MRT-System stützt zusätzlich

Bilanzrisiken ausgelagert

Der Konzern hat langfristige Pensionslasten aus der Bilanz entfernt. Durch den Vertrag mit PIC gehen Langlebigkeits- und Investitionsrisiken auf den Versicherer über. Das Management kann sich nun stärker auf das operative Geschäft konzentrieren, statt Altverpflichtungen zu verwalten.

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Der Schritt erfolgt parallel zu laufenden Investitionen von über 300 Millionen Pfund in Fertigung und Innovation im britischen Markt zwischen 2024 und 2027. Die Transaktion schafft finanzielle Flexibilität in einem wichtigen regionalen Markt.

Analysten sehen Potenzial

Bernstein Research bestätigt die Outperform-Einstufung mit einem Kursziel von 52,90 Euro. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 12 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau. Andere Institute zeigen sich unterschiedlich: Die Deutsche Bank empfiehlt Halten mit Ziel 46 Euro, Jefferies sieht das Papier mittelfristig bei 60 Euro.

Unterstützung kommt auch von der Produktseite. Die FDA-Zulassung für ein neues heliumfreies MRT-System Anfang Januar unterstreicht die Innovationskraft. CEO Bernhard Montag betonte auf der J.P. Morgan Healthcare Conference die Marktführerschaft in der Bildgebung.

Defensiver Charakter zahlt sich aus

In einem schwachen Technologieumfeld profitiert Siemens Healthineers von seinem Status als Medizintechnik-Basisinvestment. Während Software-Titel wie ATOSS deutlich verloren, bewerten institutionelle Anleger den Erlanger Konzern offenbar als stabileren Hafen. Die Aktie notiert derzeit rund 6 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt und hat die Talsohle vom November bei 40,85 Euro klar hinter sich gelassen. Das 52-Wochen-Hoch von Mitte Februar bei 57,78 Euro bleibt allerdings noch ein Stück entfernt.

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