Die Signale bei Siemens Healthineers sind derzeit widersprüchlich. Während operative Erfolge wie eine frische FDA-Zulassung die langfristige Story stützen, dämpft das Management die Erwartungen für den unmittelbaren Jahresstart. Zwischen vorsichtigen Schweizern und optimistischen US-Bankern müssen Anleger nun abwägen, welche Perspektive an der Börse das Gewicht verlagert.

  • UBS-Einschätzung: Kursziel leicht auf 51 Euro angehoben, Votum bleibt "Neutral".
  • JPMorgan-Sicht: Klares "Overweight" mit ambitioniertem Ziel von 61,30 Euro.
  • Operativer Treiber: FDA-Zulassung für MRT-System "Magnetom Flow".

Analysten im Clinch

Im Zentrum der aktuellen Bewertung steht eine Diskrepanz zwischen kurzfristigen Hürden und langfristigem Potenzial. Die Schweizer Großbank UBS hat ihr Kursziel zwar minimal angepasst, bleibt aber skeptisch. Analyst Graham Doyle verweist auf eine hohe Vergleichsbasis aus dem Vorjahr. Diese Messlatte könnte die kommenden Geschäftszahlen belasten, weshalb eine fundamentale Neubewertung aus Sicht der UBS aktuell verfrüht erscheint.

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Ganz anders bewertet JPMorgan die Lage. Die US-Banker blenden die kurzfristigen Basiseffekte weitgehend aus und fokussieren sich auf die Substanz. Mit einem Kursziel von 61,30 Euro impliziert die Analyse ein deutliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem gestrigen Schlusskurs von 46,83 Euro.

Operative Fortschritte treffen auf Dämpfer

Abseits der Expertenschätzungen schafft der Medizintechnik-Konzern Fakten. Die US-Gesundheitsbehörde FDA gab grünes Licht für das neue MRT-System "Magnetom Flow", was die Produktpipeline stärkt. Zudem konnte das Unternehmen in Großbritannien durch einen sogenannten "Full Buy-in" Pensionsrisiken bilanzwirksam auslagern.

Diese strategischen Punkte geben dem Kurs halt, der sich seit Jahresanfang mit einem Plus von gut 6 Prozent stabil entwickelt und derzeit knapp über dem 200-Tage-Durchschnitt von 46,38 Euro notiert. Doch die Warnung des Managements vor einem verhaltenen Start in das neue Geschäftsjahr wirkt als Bremsklotz und stützt vorerst die These der Skeptiker.

Die kommenden Quartalszahlen werden zeigen müssen, ob die neuen Zulassungen den schwächeren Jahresstart kompensieren können oder ob die hohe Vergleichsbasis tatsächlich auf die Margen drückt. Bis dahin dürfte der Kurs in der Spanne zwischen den vorsichtigen 51 Euro der UBS und den aktuellen Notierungen pendeln.

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