Die Papiere von Siemens Energy kennen seit Monaten nur eine Richtung: nach oben. Heute setzten sie den Höhenflug fort und kratzen an der 160-Euro-Marke. Der Rücksetzer vom Vortag ist Geschichte – die Quartalszahlen liefern die Munition für neue Höchststände. Was steckt hinter dieser beeindruckenden Rally?

Aufträge im Milliardentempo

Das erste Geschäftsquartal brachte Rekordaufträge von 17,6 Milliarden Euro – ein Plus von über 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders das Gasturbinengeschäft brummt: Allein hier schnellte der Auftragseingang um mehr als 80 Prozent auf 8,75 Milliarden Euro in die Höhe. Die Netztechnik steuerte mit einem Zuwachs von gut 20 Prozent ebenfalls kräftig bei. Der Auftragsbestand hat sich damit auf die Rekordsumme von 146 Milliarden Euro getürmt.

Haupttreiber der Dynamik sind die USA, wo Kunden längst Kapazitäten für 2029 und 2030 reservieren. Die Lieferzeiten sind so lang, dass Abnehmer mittlerweile sehr früh ihre Bestellungen platzieren. Konzernchef Christian Bruch sieht gleich mehrere Faktoren am Werk: Der Strombedarf steigt weltweit – und der KI-Boom mit seinem enormen Hunger nach Rechenzentrumskapazität verschärft die Situation weiter.

Starke Zahlen auf ganzer Linie

Der Umsatz kletterte auf vergleichbarer Basis um 12,8 Prozent auf knapp 9,7 Milliarden Euro. Noch beeindruckender fiel das bereinigte operative Ergebnis aus: Von 481 Millionen auf 1,16 Milliarden Euro – mehr als eine Verdopplung. Die entsprechende Marge sprang um 6,6 Prozentpunkte auf 12 Prozent nach oben und liegt damit bereits über der Jahresprognose von 9 bis 11 Prozent.

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Selbst die Windkrafttochter Gamesa, jahrelang eine Problemzone, reduzierte ihre Verluste deutlich. Der Nettogewinn verdreifachte sich nahezu auf 746 Millionen Euro. Analysten zeigen sich durch die Bank beeindruckt: Gael de-Bray von der Deutschen Bank konstatiert, die ohnehin hohen Erwartungen seien nochmals übertroffen worden. Lucas Ferhani von Jefferies hebt den freien Mittelzufluss hervor, der rund 3 Milliarden Euro besser als erwartet ausfiel.

Vom Absturz zur Kurs-Explosion

Die Dimension dieser Rally wird erst im Rückblick deutlich: Im Oktober 2023 notierte die Aktie bei nur 6,40 Euro – ein Rekordtief wegen der Schieflage bei Gamesa. Seitdem hat sich der Wert ver-25-facht. Heute steht die Notierung bei rund 159 Euro, ein Plus von über 30 Prozent allein in diesem Jahr. Damit führt Siemens Energy die DAX-Rangliste 2026 an – nach Platz eins in 2024 und Platz zwei in 2025.

Um die anhaltend starke Nachfrage zu bedienen, investiert der Konzern massiv in den Ausbau der Produktion. Erst vergangene Woche kündigte das Unternehmen an, in den USA eine Milliarde Dollar vor allem in die Erweiterung seiner Werke zu stecken. Der Schwerpunkt der Investitionen liegt jedoch in Europa, betont Bruch.

Die Jahresprognose bestätigte Siemens Energy trotz des überragenden Starts. Doch Analysten sehen bereits Spielraum nach oben – vor allem bei Margen und Cashflow. Der bisherige Kursverlauf zeigt: Die Rechnung, dass KI-Rechenzentren riesige Strommengen benötigen und Siemens Energy hier eine Schlüsselrolle spielt, geht für Anleger bislang auf.

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