Siemens Energy Aktie: Offensive in Davos
CEO Christian Bruch sucht auf dem Weltwirtschaftsforum den direkten Draht zu US-Präsident Donald Trump. Während der Konzern seine Position im boomenden US-Markt festigen will, wächst im Hintergrund der Druck durch einen aktivistischen Investor. Kann das Management den Spagat zwischen aggressiver Expansion und der Sanierung der Problemsparte Gamesa meistern?
Die wichtigsten Marktdaten im Überblick:
* Performance 12 Monate: +153,47 %
* Performance seit Jahresanfang: +6,92 %
* Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -7,43 %
USA als Wachstumsmotor
Der Besuch von Christian Bruch beim Treffen internationaler Wirtschaftsführer mit Donald Trump in Davos ist mehr als reine Symbolpolitik. Aufsichtsratschef Joe Kaeser bestätigte die strategische Relevanz dieses Termins, da die USA für Siemens Energy sowohl volumenmäßig als auch technologisch zum Schlüsselmarkt avancieren.
Besonders die rasant steigende Nachfrage nach Rechenzentren für Künstliche Intelligenz spielt den Münchnern in die Karten. Diese Anlagen benötigen enorme Energiemengen, was das Geschäft mit Gasturbinen beflügelt. Ein aktueller Auftrag von Babcock & Wilcox für Dampfturbinen-Generatoren für ein Rechenzentrum von Applied Digital unterstreicht diesen Trend.
Strategie-Streit um Gamesa
Trotz der beeindruckenden Kursrallye von über 150 Prozent in den letzten zwölf Monaten bleibt die Windkraftsparte Siemens Gamesa das Sorgenkind im Portfolio. Der US-Hedgefonds Ananym Capital hat sich positioniert und fordert eine Überprüfung des defizitären Segments. Kaeser bezeichnete diesen Vorstoß zwar als nachvollziehbare Frage eines besorgten Aktionärs, doch das Management bleibt hart.
CEO Bruch erteilte einer sofortigen Abspaltung eine klare Absage. Der Fokus liege auf der laufenden "Turnaround-Phase", für die ein Sanierungsplan bis 2028 besteht. Erst nach erfolgreicher Stabilisierung sollen strukturelle Optionen geprüft werden.
Analysten bleiben optimistisch
Die fundamentale Entwicklung stützt den Optimismus vieler Experten. Mit einem Rekordumsatz von knapp 40 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025 und einem erwarteten Wachstum von 11 bis 13 Prozent für 2026 stehen die Zeichen auf Expansion. Die Bank of America hat den Titel folgerichtig auf ihre Favoritenliste für das Jahr 2026 gesetzt.
Technisch zeigt sich die Aktie bei einem aktuellen Kurs von 131,30 Euro weiterhin stark, auch wenn der RSI von 85,4 auf eine kurzfristig überhitzte Situation hindeutet. Die nächsten konkreten Impulse werden am 11. Februar 2026 erwartet, wenn der Konzern seine Quartalszahlen vorlegt und voraussichtlich neue Details zum Fortschritt der Gamesa-Sanierung bekannt gibt.
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