Morgen, Donnerstag, legt Adobe seine Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Mehrere Analysten haben ihre Kursziele bereits im Vorfeld gesenkt, und die Frage, wie gut sich das Unternehmen gegen KI-getriebene Konkurrenz behauptet, steht im Mittelpunkt.

Was Analysten erwarten

Der Konsens liegt bei einem Gewinn von rund 5,87 US-Dollar je Aktie und einem Umsatz von etwa 6,28 Milliarden US-Dollar – ein moderates Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahresquartal. Besonders im Blick: der Zuwachs beim Digital-Media-ARR, also den jährlich wiederkehrenden Erlösen aus Abonnements. Analysten erwarten hier einen Nettozuwachs von 440 bis 450 Millionen US-Dollar. Dieser Wert gilt als Gradmesser dafür, ob Adobes KI-Produkte tatsächlich Fahrt aufnehmen.

Mehrere Banken haben ihre Kursziele im Vorfeld der Zahlen gesenkt. TD Cowen reduzierte das Ziel von 400 auf 325 US-Dollar bei gleichbleibender „Hold"-Einstufung. Citi-Analyst Tyler Radke senkte sein Ziel von 387 auf 315 US-Dollar und erwartet einen „ereignislosen" Quartalsbericht mit wenig Spielraum für positive Überraschungen. Mizuho-Analyst Gregg Moskowitz blieb bei „Outperform", korrigierte sein Ziel aber ebenfalls von 390 auf 340 US-Dollar – und verwies auf anhaltend schwaches Anlegervertrauen. Wells Fargo hielt an seiner „Overweight"-Einstufung fest, senkte das Kursziel jedoch von 420 auf 405 US-Dollar.

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KI als Treiber und Risiko zugleich

Adobe hat zuletzt deutliche Fortschritte bei der KI-Integration gezeigt. CEO Shantanu Narayen berichtete im Rahmen der letzten Quartalsergebnisse, dass der Verbrauch generativer Credits – ein Maß für die Nutzungsintensität der KI-Funktionen – sich gegenüber dem Vorquartal verdreifacht hat. Mehr als ein Drittel des gesamten Auftragsvolumens gilt inzwischen als KI-beeinflusst.

Gleichzeitig hat der Markt die Aktie erheblich abgestraft. Mit einem Forward-KGV von rund 16 liegt die Bewertung weit unter dem historischen Durchschnitt von 30 bis 40 – ein Zeichen dafür, dass Investoren Adobe weniger als Wachstumswert denn als reifes Technologieunternehmen einpreisen. Die Aktie notiert aktuell rund 40 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch.

Was morgen zählt

Das Geschäftsjahr 2025 verlief solide: Der Umsatz stieg um 11 Prozent auf 23,8 Milliarden US-Dollar, der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 20,95 US-Dollar. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 peilt Adobe ein Umsatzwachstum von 9 Prozent sowie ein bereinigtes Gewinnwachstum von 7 bis 8 Prozent an.

Neben den ARR-Zahlen werden Investoren morgen auch auf Neuigkeiten zur geplanten Übernahme von Semrush für rund 1,9 Milliarden US-Dollar achten. Ein früherer Abschluss als erwartet könnte das Vertrauen in den Umsatzausblick für das Gesamtjahr stärken. Der Bericht erscheint nach Börsenschluss, die Telefonkonferenz mit Analysten beginnt um 14 Uhr Pazifischer Zeit.

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