Nach einem kurzen Durchhänger zu Wochenbeginn fassen Anleger bei Siemens Energy wieder Mut. Auslöser ist eine aktuelle Einschätzung der Bank of America, die ein bislang wenig beachtetes Geschäftsfeld als künftigen Gewinntreiber identifiziert. Doch was genau macht den Energietechnikkonzern für die Analysten derzeit so attraktiv?

Servicegeschäft als versteckter Treiber

Im Zentrum des erneuten Optimismus steht das Servicegeschäft rund um Gasturbinen. Die Analysten der Bank of America sehen hier erhebliches Aufwärtspotenzial und hoben ihr Kursziel für den Titel deutlich auf 220 Euro an. Treiber dieser Entwicklung ist die weltweit wachsende Basis an installierten Anlagen. Die Experten gehen davon aus, dass sich die Gewinne in diesem sogenannten Aftermarket-Segment bis 2035 auf fast fünf Milliarden Euro verdreifachen könnten. Auch beim freien Cashflow liegen die Prognosen der Bank spürbar über den bisherigen Zielen des Managements.

Diese positive Einschätzung trifft auf ein ohnehin starkes operatives Fundament. Zuletzt verzeichnete das Unternehmen bei den Auftragseingängen das stärkste Quartal seiner Geschichte, massiv angetrieben von einer hohen Nachfrage nach Netztechnik und energieintensiven KI-Rechenzentren. Der Markt honoriert die Kombination aus robusten Zahlen und den neuen Analystenstimmen: Der Kurs kletterte heute um gut vier Prozent auf 158,65 Euro. Damit rückt das erst Ende Februar markierte 52-Wochen-Hoch wieder in greifbare Nähe.

Rückenwind durch Indexaufnahme und Aktienrückkauf

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Neben dem operativen Geschäft stützen derzeit strukturelle Faktoren die Entwicklung. Ein Anfang März gestartetes Aktienrückkaufprogramm über bis zu zwei Milliarden Euro sowie die bevorstehende Aufnahme in den Stoxx Europe 50 am 23. März sorgen für zusätzliche Nachfrage nach den Papieren, insbesondere durch passive Indexfonds.

Dennoch bleiben operative Herausforderungen bestehen. Steigende Logistik- und Materialkosten hatten die Stimmung noch zu Wochenbeginn leicht gedrückt, da sie die Margen in den vollen Auftragsbüchern belasten könnten. Zudem bleibt die Windkrafttochter Siemens Gamesa ein Beobachtungsfeld für Investoren, auch wenn sich das Defizit im jüngsten Quartal bereits deutlich verringerte und das Erreichen der Gewinnschwelle näher rückt.

Ob die Margen dem branchenweiten Kostendruck im Tagesgeschäft tatsächlich standhalten, wird sich bei der nächsten offiziellen Zwischenbilanz zeigen. Am 12. Mai präsentiert der Konzern die Ergebnisse für das zweite Quartal. Angesichts der jüngst angehobenen mittelfristigen Renditeziele des Managements wird dieser Termin der nächste konkrete Prüfstein für die fundamentale Bewertung des Unternehmens sein.

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