Rheinmetall Aktie: Zahlen enttäuschen
Starkes Wachstum, aber nicht stark genug – so lässt sich die Reaktion des Marktes auf die heute vorgelegten Jahreszahlen zusammenfassen. Die Aktie geriet unter Druck, obwohl die fundamentale Geschichte intakt bleibt. Was steckt dahinter?
Rheinmetall steigerte den Umsatz im fortgeführten Rüstungsgeschäft 2025 um 29 Prozent auf 9,94 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legte um ein Drittel auf 1,84 Milliarden Euro zu, die entsprechende Marge lag bei 18,5 Prozent. Solide Zahlen – doch der Markt hatte mehr erwartet. Der Konsens der Analysten rechnete mit einem Umsatzwachstum von 30 bis 35 Prozent sowie einer Marge von bis zu 19 Prozent. Dieses Verfehlen, so moderat es auch ausfiel, reichte aus, um die Aktie zeitweise um mehr als 6 Prozent auf unter 1.560 Euro zu drücken.
Prognose und Dividende: Licht und Schatten
Für 2026 stellt das Management ein Umsatzwachstum von 40 bis 45 Prozent auf 14 bis 14,5 Milliarden Euro in Aussicht – getragen von Übernahmen und organischem Wachstum. Der Auftragsbestand kletterte Ende 2025 auf einen Rekordwert von 63,8 Milliarden Euro und soll sich in diesem Jahr mehr als verdoppeln. Die operative Zielmarge für 2026 liegt bei rund 19 Prozent.
Einen echten Lichtblick liefert die Dividende: 11,50 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 – ein deutlicher Sprung gegenüber den 8,10 Euro des Vorjahres und spürbar über den Analystenerwartungen. Das dürfte zumindest langfristig orientierten Aktionären gefallen.
Iran-Krieg als Nachfrageturbo
Zusätzliche Dynamik entsteht durch den laufenden Iran-Krieg. CEO Armin Papperger berichtete, dass die Telefone über das Wochenende nicht stillstanden – die Nachfrage nach Rheinmetalls Flugabwehrsystemen sei sprunghaft gestiegen. Das Kalkül dahinter ist bestechend: Während die USA und ihre Verbündeten in den ersten 72 Stunden des Konflikts rund vier Milliarden Dollar für Raketen zur Drohnenabwehr aufwendeten, kostet ein vergleichbarer Abschuss mit dem Rheinmetall-Geschütz nur etwa 5.000 Dollar. Die Botschaft ist klar – günstigere Lösungen für eine neue Art der Kriegsführung gewinnen an Gewicht.
Mittelfristig hält Rheinmetall an seinen Zielen fest: Bis 2030 soll der Umsatz auf rund 50 Milliarden Euro wachsen, die operative Marge dann über 20 Prozent liegen. Goldman Sachs bestätigt unterdessen die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 2.300 Euro. JPMorgan sieht nach der jüngsten Kurskorrektur einen attraktiven Einstiegspunkt – sofern das Management die Umsetzungskompetenz überzeugend unter Beweis stellt. Genau das ist der neue Maßstab, an dem die Aktie gemessen wird.
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