Der DAX-Konzern Siemens Energy hat sich im vergangenen Jahr besser entwickelt als Tech-Giganten wie Nvidia oder Alphabet. Der Grund: Im Wettrennen zwischen den USA und China um die Vorherrschaft bei Künstlicher Intelligenz wird zunehmend klar, dass nicht Halbleiter, sondern verfügbare und günstige Energie über Sieg oder Niederlage entscheiden wird. Die USA investieren massiv in Kernenergie – alte Meiler werden reaktiviert, neue in Rekordtempo gebaut.

Am Mittwoch zählte die Siemens Energy-Aktie mit einem Plus von rund zweieinhalb Prozent zu den stärksten Werten im DAX. Gleich zwei positive Impulse trieben den Kurs: Das Bankhaus Metzler veröffentlichte eine bullishe Studie, während der Konzern gleichzeitig seine Beteiligung an einem Branchen-IPO bekannt gab.

IPO-Beteiligung als Signal

Im ersten Quartal 2025 plant der österreichische Energietechnik-Zulieferer Asta Energy Solutions die Notierung im regulierten Markt der Frankfurter Börse. Das auf Kupferprodukte spezialisierte Unternehmen wird dabei Unterstützung von Siemens Energy erhalten. Die Beteiligung unterstreicht die strategische Positionierung des Konzerns in der Energieinfrastruktur.

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Doch während Siemens Energy von der KI-getriebenen Energienachfrage profitiert, zeigt sich in Deutschland ein gemischtes Bild beim Windkraftausbau. 2025 war mit 958 neu in Betrieb genommenen Windrädern und einer Leistung von rund 5,2 Gigawatt das zweitbeste Jahr beim Ausbau der Windenergie an Land. Der Netto-Zuwachs lag nach Stilllegungen alter Anlagen bei 4,6 Gigawatt.

Ziele drohen zu scheitern

Die neu installierte Gesamtleistung erreichte Ende 2025 rund 68 Gigawatt. Das Problem: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz sieht für 2026 bereits 84 Gigawatt vor – eine Lücke von 16 Gigawatt droht. Trotz eines Rekords bei Genehmigungen von 20,7 Gigawatt neuer Windenergieleistung hinkt der tatsächliche Ausbau den politischen Vorgaben hinterher.

Verschärft wird die Situation durch den schleppenden Netzausbau. Die Windbranche klagt über lange Wartezeiten und geringe Verfügbarkeit von Netzanschlüssen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) plant zudem, Betreiber von Ökostrom-Anlagen künftig an der Finanzierung des Stromnetzausbaus zu beteiligen – ein Schritt, der in der Branche auf Kritik stößt.

Interessant: Trotz des Ausbaus sank die Stromerzeugung aus Windkraft an Land 2025 um fünf Prozent auf 106,5 Milliarden Kilowattstunden. Schuld war ein außergewöhnlich windschwaches Frühjahr. Dennoch blieb die Windenergie mit 24 Prozent der wichtigste Energieträger der deutschen Stromerzeugung.

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