Siemens Energy Aktie: Drei Signale
Der Netzausbau braucht stabile Lieferketten, die Offshore-Windbranche meldet Rekordauktionen und Kupfer wird günstiger. Für Siemens Energy verdichtet sich das Bild einer operativen Entspannung – während die Nachfrage nach Transformatoren und Turbinen weiter anzieht.
Die drei Entwicklungen im Überblick:
* Supply Chain: Zulieferer Asta Energy Solutions plant IPO für 125 Millionen Euro bis März 2026
* Nachfrage: RWE sichert sich 6,9 Gigawatt Offshore-Wind-Kapazität für 2029-2032
* Kostenentlastung: Kupferpreis fällt um 1,54 Prozent auf 5,96 Dollar
Zulieferer Asta geht an die Börse
Asta Energy Solutions, ein wichtiger Partner für Transformatoren- und Generatorenkomponenten, treibt den Börsengang voran. Die angestrebten 125 Millionen Euro aus Neuemissionen sollen die Produktionskapazitäten für kupferbasierte Bauteile ausweiten. Ein kapitalstärkerer Zulieferer reduziert Engpassrisiken in der Grid-Technologies-Sparte von Siemens Energy – einem neuralgischen Punkt angesichts der massiven Netzausbaupläne in Europa.
Das IPO ist für März 2026 geplant. Der Gesamterlös dürfte im dreistelligen Millionenbereich liegen.
Britische Offshore-Auktion liefert Großaufträge
Parallel dazu signalisiert die Nachfrageseite Dynamik: RWE hat in der britischen Auktionsrunde AR7 Contracts for Difference für 6,9 Gigawatt Offshore-Windleistung erhalten. Die Großprojekte "Dogger Bank South" und "Norfolk Vanguard" sollen zwischen 2029 und 2032 ans Netz gehen.
Projekte dieser Größenordnung benötigen nicht nur Turbinen, sondern auch komplexe Netzanbindungssysteme – beides Kerngeschäft von Siemens Energy. Die langfristige Planungssicherheit durch CfD-Verträge macht solche Aufträge für Ausrüster besonders attraktiv.
Rohstoffpreise geben nach
Am Kupfermarkt zeigt sich eine Entspannung. Die Futures notierten am Donnerstag bei 5,96 Dollar pro Pfund, ein Minus von 1,54 Prozent. Goldman Sachs stuft den vorherigen Anstieg als spekulationsgetrieben ein. Fallende Kupferpreise könnten die Projektmargen im Turbinen- und Netzgeschäft stabilisieren, wo Rohstoffkosten einen signifikanten Anteil der Kalkulation ausmachen.
Zusätzlich prognostiziert Research and Markets für den Markt von Rechenzentrums-Transformatoren ein jährliches Wachstum von 10,1 Prozent bis 2029. Siemens Energy wird dort als Schlüsselakteur für energieeffiziente High-Density-Lösungen genannt.
Die Aktie notiert am Donnerstag bei 129,75 Euro. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 119,22 Euro. Die Kombination aus Lieferkettenstabilisierung, Großprojekten in der Pipeline und Kostenentlastung zeichnet ein operativ entspannteres Bild – während die Transformationsnachfrage strukturell hoch bleibt.
Siemens Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens Energy-Analyse vom 15. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Siemens Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Siemens Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








