Siemens Energy Aktie: Analysten optimistisch
Vier Großbanken, vier positive Einschätzungen – und trotzdem ging es für die Siemens Energy Aktie am Mittwoch abwärts. Während Bank of America, RBC, JPMorgan und Barclays das Papier mit Kaufempfehlungen und konstruktiven Ausblicken versahen, verlor der Titel im XETRA-Handel rund 2,2 Prozent. Parallel dazu kündigte das Unternehmen eine deutliche Anhebung der Aufsichtsratsvergütung an.
Die wichtigsten Fakten:
- Bank of America erwartet für Q1 deutlich bessere Zahlen als vom Markt erwartet
- RBC verweist auf erfolgreichere Windkraft-Auktionen in Großbritannien
- JPMorgan hebt das rekordhohe Auktionsvolumen für Siemens Gamesa hervor
- Aufsichtsratsvergütung soll massiv steigen: Grundvergütung von 120.000 auf 160.000 Euro, Kaeser-Bezüge von 240.000 auf 400.000 Euro
Warum fiel die Aktie trotz positiver Stimmen?
Die Bank of America sieht das Gassegment als Haupttreiber für eine mögliche Überraschung im ersten Quartal. Die kanadische RBC betont die überdurchschnittlichen Ergebnisse britischer Windkraftauktionen als positives Signal. JPMorgan argumentiert ähnlich und unterstreicht die Bedeutung des gestiegenen Auftragspotenzials für die Windkrafttochter.
Lediglich Barclays positionierte sich zurückhaltender mit einem "Equal Weight"-Rating. Der Kursrückgang auf 127,50 Euro dürfte indes weniger mit den Analystenkommentaren zu tun haben als vielmehr mit Gewinnmitnahmen nach der starken Performance der vergangenen Monate. Die Aktie hatte Anfang Januar noch ein neues 52-Wochen-Hoch markiert.
Vergütungsdebatte vor der Hauptversammlung
Aus der Einladung zur Hauptversammlung am 26. Februar geht hervor, dass das Management eine Anpassung der Aufsichtsratsbezüge vorschlägt. Die Grundvergütung soll um 40.000 Euro auf 160.000 Euro steigen. Aufsichtsratschef Joe Kaeser würde bei Zustimmung künftig 400.000 Euro erhalten – bisher waren es 240.000 Euro. Das Unternehmen begründet den Schritt mit der positiven Entwicklung seit 2020.
Was die Zahlen zeigen werden
Am 11. Februar folgen die Quartalszahlen für das erste Geschäftsquartal 2026. Dann wird sich zeigen, ob die Erwartungen der Analysten gerechtfertigt sind. Die positive Grundhaltung der Banken basiert auf der Annahme, dass Siemens Energy von strukturellen Trends wie dem Netzausbau für Rechenzentren und der Energiewende weiter profitiert. Bei einem aktuellen Kurs von 126,15 Euro liegt das Papier deutlich über seinem 200-Tage-Durchschnitt – die fundamentalen Daten müssen nun die ambitionierten Bewertungen rechtfertigen.
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