Noch vor einer Woche stürzte die Aktie ab – jetzt kratzt Siemens Energy an der magischen 100-Milliarden-Euro-Marke. Was ist passiert? Der Energietechnik-Konzern hat nicht nur alle Verluste wettgemacht, sondern steuert geradewegs auf sein Allzeithoch zu. Dahinter steckt mehr als nur eine technische Gegenbewegung: Ein Milliardenrückkauf, angehobene Prognosen und ein ungebrochener KI-Boom treiben den Kurs. Doch kann diese Rally anhalten?

13 Prozent in fünf Tagen – Comeback nach Schock

Der Kurseinbruch vom 21. November schien dramatisch: Rund 10 Prozent verlor die Aktie an einem einzigen Tag. Doch die Erholung ließ nicht lange auf sich warten. Innerhalb einer Woche schoss der Titel um etwa 13 Prozent nach oben und pulverisierte damit sämtliche Verluste. Am Freitag markierte die Aktie bei 115,35 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch – und liegt damit nur noch knapp unter dem bisherigen Rekord von 118,15 Euro.

Die wichtigsten Fakten zur aktuellen Kursentwicklung:

  • Jahresperformance 2025: Über 128 Prozent im Plus
  • Spanne seit April: Von 48,05 Euro auf jetzt 115,35 Euro
  • Abstand zu allen Durchschnitten: Deutlich im Plus (50-Tage: +9%, 200-Tage: +33%)
  • RSI-Wert: 85,4 – technisch überkauft, aber mit Momentum

6 Milliarden Euro für eigene Aktien

Was steckt hinter dem plötzlichen Sinneswandel der Anleger? Am 20. November verkündete Siemens Energy ein gewaltiges Aktienrückkaufprogramm: Bis 2028 will der Konzern eigene Anteile im Wert von bis zu 6 Milliarden Euro zurückkaufen. Zusammen mit geplanten Dividenden sollen insgesamt 10 Milliarden Euro an die Aktionäre fließen.

Analysten bei Citi sehen darin einen möglichen Katalysator für eine Neubewertung. Der Rückkauf entspricht bei aktuellen Kursen rund 6 Prozent der Marktkapitalisierung – ein klares Signal des Managements, dass die Aktie aus eigener Sicht unterbewertet ist. Berenberg, Deutsche Bank und Metzler hoben daraufhin ihre Kursziele an. Metzler stufte den Titel sogar auf "Kaufen" hoch.

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KI-Boom trifft auf Stromnachfrage

Die Zahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2025 unterstreichen die Stärke des Geschäfts: Erstmals knackte der Konzern die 10-Milliarden-Euro-Marke beim Quartalsumsatz. Der Auftragsbestand erreichte 138 Milliarden Euro – ein neuer Rekord. Der Jahresumsatz stieg vergleichbar um über 15 Prozent auf 39,1 Milliarden Euro.

Treiber der Nachfrage ist vor allem der Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. CEO Christian Bruch sprach von "beispielloser Nachfrage" im Bereich Energieinfrastruktur. Gasturbinen und Netzausbau sind gefragter denn je – und Siemens Energy profitiert unmittelbar.

Gewinnprognose deutlich angehoben

Das Management hob seine Mittelfristziele kräftig an: Für 2028 strebt der Konzern nun eine Gewinnmarge von 14 bis 16 Prozent an – zuvor waren 10 bis 12 Prozent das Ziel. Das jährliche Umsatzwachstum soll im niedrigen zweistelligen Bereich liegen. Keine Frage: Die Erwartungen steigen.

Bewertung auf Rekordniveau – berechtigt oder überhitzt?

Die Kehrseite der Medaille: Die Aktie handelt mit einem KGV von rund 60 auf Basis der 2025er-Gewinne. Für 2026 liegt das Forward-KGV bei etwa 30 – immer noch ambitioniert. Zum Vergleich: Der US-Konkurrent GE Vernova wird mit einem KGV von circa 50 bewertet.

Die Volatilität bleibt extrem. Innerhalb weniger Tage schwankte der Kurs zwischen 100 und 118 Euro. Der RSI-Wert von über 85 deutet auf eine technische Überhitzung hin. Doch die Korrelation zu anderen KI-Aktien wie Nvidia hat abgenommen – ein Zeichen für eine eigenständige Investmentstory.

Mit einem Jahresplus von knapp 129 Prozent gehört Siemens Energy zu den absoluten Top-Performern im DAX. Die Frage bleibt: Ist die 100-Milliarden-Marke nur der Anfang oder bereits das Ende der Fahnenstange?

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