Siemens macht ernst mit der digitalen Transformation und liefert Anlegern handfeste Beweise statt nur vager Versprechen. Mit einer erweiterten Nvidia-Partnerschaft, einer strategischen Übernahme und einer prestigeträchtigen Auszeichnung für KI-gestützte Fertigung unterstreicht der Münchner Konzern seine Ambitionen im Bereich Industrial AI. Doch reicht dieser Technologie-Schub, um die Aktie wieder in Richtung Allzeithoch zu treiben?

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:
* Auszeichnung: Das Werk in Nanjing wird zur "WEF Lighthouse Factory" ernannt.
* Innovation: Ausbau der Nvidia-Partnerschaft für ein KI-Betriebssystem.
* Expansion: Übernahme von ASTER Technologies zur Stärkung der Software-Sparte.

Effizienzsprung durch künstliche Intelligenz

Während viele Unternehmen noch über KI-Strategien brüten, schafft Siemens Fakten. Das Weltwirtschaftsforum (WEF) nahm das Werk in Nanjing in sein "Global Lighthouse Network" auf – eine Auszeichnung, die nur Vorreitern der Industrie 4.0 zuteilwird. Der Standort nutzt über 50 KI-Anwendungen und konnte dadurch die Durchlaufzeiten um massive 78 Prozent senken. Solche Effizienzgewinne sind bares Geld wert und belegen, dass die Digitalisierungsstrategie greift.

Parallel dazu zeigte der Konzern auf der CES 2026, wohin die Reise geht. Gemeinsam mit Nvidia wird an einem "Industrial AI Operating System" gearbeitet. Ziel ist die erste vollständig KI-gesteuerte Fertigungsstätte der Welt, die noch in diesem Jahr im Elektronikwerk Erlangen den Betrieb aufnehmen soll. Auch die Kooperation mit Meta für industrielle Anwendungen auf Ray-Ban Smart Glasses zeigt, wie aggressiv Siemens neue Technologien in die Fabrikhallen bringt.

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Strategischer Zukauf und Aktienrückkäufe

Neben organischem Wachstum setzt das Management auf gezielte Zukäufe. Die abgeschlossene Übernahme von ASTER Technologies passt präzise in das Portfolio. Als Marktführer für Testsoftware in der Leiterplattenbestückung ermöglicht ASTER den Kunden, Fehler früher im Designprozess zu erkennen ("Shift-Left"-Strategie). Dies stärkt die Siemens Xcelerator-Plattform und erhöht die Bindung der Industriekunden.

Gleichzeitig stützt der Konzern den Kurs durch sein laufendes Aktienrückkaufprogramm. Allein in der Woche bis zum 11. Januar 2026 kaufte das Unternehmen eigene Anteile im Wert von mehreren Millionen Euro zurück. Seit Programmstart im Februar 2024 wurden bereits über 20 Millionen Aktien vom Markt genommen – ein klares Signal der Zuversicht an die Aktionäre.

Chartbild: Konsolidierung auf hohem Niveau

Die operative Stärke spiegelt sich im Kursverlauf wider, auch wenn die Aktie zuletzt eine Atempause einlegte. Mit einem Schlusskurs von 260,85 Euro am Donnerstag notiert das Papier zwar knapp 9,4 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Dezember, der langfristige Trend bleibt jedoch intakt. Auf Sicht von 12 Monaten steht ein sattes Plus von 33,77 Prozent zu Buche.

Technisch betrachtet liegt der Kurs komfortabel über dem 200-Tage-Durchschnitt von 229,21 Euro, was den übergeordneten Aufwärtstrend bestätigt. Die aktuelle Korrektur könnte für langfristig orientierte Anleger eine Einstiegsgelegenheit bieten, bevor der Markt den Fokus auf die nächsten Quartalszahlen richtet. Diese werden am 12. Februar 2026 erwartet und dürften zeigen, wie schnell sich die KI-Initiativen in den Margen niederschlagen.

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