Während viele Industriekonzerne noch über den Einsatz künstlicher Intelligenz diskutieren, startet Siemens bereits die weltweit erste vollständig KI-gesteuerte Fabrik. Gemeinsam mit NVIDIA entsteht in Erlangen ein Pilotprojekt, das zeigen soll, wie Produktion in Zukunft aussieht. Parallel kauft der Münchener Konzern weiter eigene Aktien zurück – allein in der vergangenen Woche verschwanden knapp 180.000 Papiere vom Markt.

Die wichtigsten Fakten:
- Siemens und NVIDIA entwickeln Industrial AI Operating System für die gesamte Wertschöpfungskette
- Pilotfabrik in Erlangen startet 2026 als erste vollständig KI-gesteuerte Fertigungsstätte
- Aktienrückkäufe laufen weiter: 179.369 Papiere in der Woche vom 12. bis 18. Januar
- Seit Februar 2024 insgesamt 20,56 Millionen Aktien vom Markt genommen
- Q1-Zahlen kommen am 12. Februar 2026

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Strategische NVIDIA-Partnerschaft nimmt Fahrt auf

Die auf der CES 2026 in Las Vegas verkündete Zusammenarbeit geht über eine klassische Kooperation hinaus. NVIDIA liefert KI-Infrastruktur, Simulationsbibliotheken und Modelle. Siemens steuert hunderte KI-Experten sowie führende Hardware- und Softwarelösungen bei.

Das Erlanger Elektronikwerk soll als Blaupause dienen. Die Schwerpunkte umfassen KI-native elektronische Designautomatisierung, KI-gesteuerte Simulation sowie adaptive Fertigung und Lieferketten.

Erste praktische Erfolge zeigt bereits der Digital Twin Composer, der Mitte 2026 im Xcelerator Marketplace verfügbar wird. PepsiCo nutzt die Technologie zur Simulation von Anlagenupgrades in US-Werken – mit messbaren Resultaten: 20 Prozent mehr Durchsatz, nahezu vollständige Design-Validierung und 10 bis 15 Prozent niedrigere Investitionskosten.

Rückkäufe signalisieren Vertrauen

Das laufende Aktienrückkaufprogramm unterstreicht die operative Stärke. In der zweiten Januarwoche 2026 erwarb Siemens täglich zwischen 27.000 und 61.000 eigene Papiere zu Preisen um 259 Euro. Der gewichtete Durchschnittspreis lag bei rund 259 Euro.

Seit Programmstart im Februar 2024 summiert sich das Volumen auf 20,56 Millionen Aktien. Die Transaktionen laufen ausschließlich über die Xetra-Plattform der Frankfurter Börse.

Auszeichnung für Nanjing-Werk

Das World Economic Forum adelte am 15. Januar 2026 das KI-gestützte Siemens-Werk in Nanjing als Global Lighthouse Factory. Die Anerkennung unterstreicht die Vorreiterrolle bei industrieller Digitalisierung.

Quartalszahlen im Fokus

Am 12. Februar 2026 legt Siemens die Q1-Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2026 vor. Gleichzeitig findet die ordentliche Hauptversammlung in der Münchener Olympiahalle statt. Im Vorjahres-Fiskaljahr erwirtschaftete der Konzern 78,9 Milliarden Euro Umsatz bei einem Nettogewinn von 10,4 Milliarden Euro. Für 2026 peilt das Management 6 bis 8 Prozent Umsatzwachstum an. Die Ex-Dividende folgt am 13. Februar, die Forward-Dividende liegt bei 5,35 Euro je Aktie.

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