Die Siemens-Aktie steht heute massiv unter Druck. Mit einem Minus von 7,1 Prozent ist der Münchner Industriekonzern der größte Verlierer im DAX, der selbst 0,7 Prozent nachgibt. Doch anders als man vermuten könnte, gibt es keine Gewinnwarnung oder ähnlich dramatische Unternehmensnachrichten. Der Grund für den Kursrutsch liegt woanders – und hat bereits in den USA für erheblichen Abwärtsdruck gesorgt.

Multiples unter Beschuss

Am Markt läuft derzeit eine Korrektur bei Software-Aktien. Anleger sind nicht mehr bereit, die hohen Bewertungsmultiples zu zahlen, die noch zu Jahresbeginn akzeptiert wurden. Siemens trifft diese Entwicklung, obwohl der Konzern primär als Industrieunternehmen wahrgenommen wird. Die Realität sieht jedoch anders aus: Ein erheblicher Teil des Geschäfts und der Marktkapitalisierung entfällt mittlerweile auf Software-Lösungen, insbesondere im Bereich der Industrieautomatisierung und Digitalisierung.

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Technologie-Partner bestätigt Software-Fokus

Dass Siemens längst tief im Software-Geschäft verwurzelt ist, zeigt sich an den Partnerschaften des Konzerns. Das Cybersecurity-Unternehmen Torq, das heute die Verpflichtung des ehemaligen Virgin Atlantic CISO John White als Field CISO bekannt gab, führt Siemens in seiner Kundenliste auf. Der Münchner Konzern nutzt die Torq AI SOC Platform zur Modernisierung seiner Cyber-Operationen – eine Notwendigkeit für Unternehmen mit umfangreicher Software-Infrastruktur.

Zu Torqs Kundenstamm zählen neben Siemens weitere Schwergewichte wie Marriott, PepsiCo, Procter & Gamble und Uber. Das Unternehmen sammelte zuletzt 140 Millionen Dollar in einer Serie-D-Finanzierungsrunde ein und positioniert sich als Marktführer für agentenbasierte Sicherheitsoperationen. Die Zusammenarbeit unterstreicht, wie stark Siemens auf Software-Technologien setzt – und damit auch den Bewertungsschwankungen dieser Branche ausgesetzt ist.

Die heutige Kursbewegung macht deutlich: Siemens wird zunehmend als Software-Player wahrgenommen und entsprechend bewertet. Wenn die Märkte Software-Multiples zusammenstreichen, bleibt auch der deutsche Industriekonzern nicht verschont.

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