Ein historischer Auftragsbestand von 120 Milliarden Euro und eine angehobene Gewinnprognose sprechen eigentlich eine klare Sprache. Anleger tun sich mit dem Industriekonzern derzeit allerdings schwer. Die geplante Entkonsolidierung der Medizintechnik-Tochter Healthineers sorgt für eine hartnäckige Zurückhaltung am Markt, die selbst herausragende operative Zahlen überschattet.

Rekordzahlen im Industriegeschäft

Operativ liefert das Unternehmen bemerkenswerte Ergebnisse ab. Im abgelaufenen Quartal kletterten die Aufträge auf vergleichbarer Basis um zehn Prozent auf 21,4 Milliarden Euro. Besonders die Sparte Smart Infrastructure verzeichnete massive Zuwächse, angetrieben durch eine hohe Nachfrage nach Rechenzentren. In diesem Segment stieg der Umsatz um 35 Prozent, flankiert von mehreren Großaufträgen aus den USA für den Aufbau von Cloud- und KI-Infrastruktur. Als Konsequenz dieser Entwicklung hob das Management die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie für das Gesamtjahr 2026 auf eine Spanne von 10,70 bis 11,10 Euro an.

Die Unsicherheit rund um Healthineers

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Trotz dieser fundamentalen Stärke verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von gut 12 Prozent. Zwar zeigt sich heute mit einem Kursplus auf aktuell 211,15 Euro eine spürbare Erholung, die grundsätzliche Skepsis vieler Investoren bleibt aber bestehen. Der Grund dafür liegt in der komplexen Neustrukturierung des Konzerns. Geplant ist, den Anteil an Siemens Healthineers durch eine direkte Abspaltung an die eigenen Aktionäre von derzeit rund 67 Prozent auf unter 20 Prozent zu drücken. Marktbeobachter vermissen hierbei noch essenzielle Details zu steuerlichen Implikationen und der genauen Ausgestaltung der Transaktion.

Die Auflösung dieser Hängepartie steht nun unmittelbar bevor. Anfang April will das Management die fehlenden Spezifikationen zur Healthineers-Abspaltung vorlegen und damit die aktuelle Informationslücke schließen. Zusammen mit den Ergebnissen des zweiten Quartals, die für den 13. Mai 2026 terminiert sind, erhalten Investoren in den kommenden Wochen ein klares Fundament für die weitere Bewertung der Aktie.

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