UBS und Goldman Sachs stützen mit frischen Einschätzungen die positive Erwartungshaltung rund um die Siemens Aktie, während der Konzern sein Aktienrückkaufprogramm konsequent fortsetzt. Operative Neuigkeiten fehlen zwar noch, doch der Blick richtet sich klar auf die anstehenden Quartalszahlen im Februar. Entscheidend wird sein, ob das Geschäft die optimistischen Annahmen der Analysten rechtfertigt.

Analysten bleiben zuversichtlich

Die jüngste Unterstützung kommt von zwei Schwergewichten der Finanzwelt.

  • UBS bestätigt ihre Einstufung für die Siemens Aktie mit „Buy“.
  • Goldman Sachs hebt das Kursziel von 246 auf 264 Euro an und bleibt ebenfalls bei „Buy“.

Damit unterstreichen beide Häuser ihr Vertrauen in die strategische Ausrichtung und operative Stärke des Technologiekonzerns – und das trotz eines anspruchsvollen Umfelds in vielen Industriezweigen. Das angehobene Kursziel von Goldman Sachs signalisiert aus Analystensicht weiteres Aufwärtspotenzial gegenüber dem gestrigen Schlusskurs von 254,95 Euro.

Im Markt werden solche Signale häufig als Bestätigung gewertet, dass der aktuelle Bewertungsstand durch künftiges Wachstum untermauert werden kann. Die Aktie liegt auf Sicht von zwölf Monaten rund ein Viertel im Plus, hat aber noch Abstand von gut 11 % zum 52‑Wochen-Hoch bei 287,96 Euro. Das zeigt: Die Erholung ist fortgeschritten, aber keineswegs ausgereizt.

Aktienrückkauf stützt den Kurs

Neben den externen Einschätzungen setzt Siemens intern ein klares Signal: Das laufende Aktienrückkaufprogramm wird unverändert fortgeführt.

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Im Zeitraum vom 12. bis 18. Januar 2026 hat der Konzern weitere 179.369 eigene Aktien erworben. Insgesamt summieren sich die im Rahmen des Programms zurückgekauften Papiere inzwischen auf 20.556.444 Stück.

Solche Rückkäufe haben mehrere Effekte:

  • Sie verringern die Zahl der ausstehenden Aktien.
  • Sie können den Gewinn je Aktie (EPS) erhöhen.
  • Sie gelten häufig als Ausdruck von Vertrauen des Managements in die eigene Ertragskraft.

Dass Siemens diese Maßnahme in der aktuellen Phase konsequent weiterführt, passt zur konstruktiven Analystenstimmung und wirkt stabilisierend auf den Kurs. Charttechnisch notiert die Aktie mit rund 5–10 % über den wichtigen Durchschnitten der vergangenen 50, 100 und 200 Tage, während der RSI mit 48,7 ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis zwischen Käufern und Verkäufern signalisiert.

Wichtige Fakten im Überblick:

  • UBS-Einstufung: „Buy“ bestätigt
  • Goldman Sachs Kursziel: Anhebung auf 264 Euro, Empfehlung „Buy“
  • Aktienrückkauf zuletzt: 179.369 Aktien (12.–18. Januar 2026)
  • Bisherige Rückkäufe gesamt: 20.556.444 Aktien
  • Schlusskurs gestern: 254,95 Euro
  • Termin Quartalszahlen: 12. Februar 2026

Quartalszahlen als nächster Prüfstein

Am 12. Februar legt Siemens die Zahlen für das erste Geschäftsquartal vor. Dann zeigt sich, ob die operative Entwicklung den Vorschusslorbeeren der Analysten standhält.

Im Fokus steht vor allem das Segment Digital Industries, das für die Positionierung des Konzerns in Automatisierung und Digitalisierung zentral ist. Eine solide Auftragslage und robuste Margen in diesem Bereich wären ein wichtiger Beleg dafür, dass das Unternehmen den gegenwärtigen Rückenwind durch Analystenkommentare und Aktienrückkäufe auch fundamental untermauern kann.

Fazit: Die Kombination aus positiven Analystenratings, fortgesetztem Aktienrückkauf und einem Kurs über den zentralen Durchschnittslinien schafft eine konstruktive Ausgangslage. Am 12. Februar dürfte sich entscheiden, ob Siemens diese Vorschussbewertung mit konkreten Geschäftszahlen bestätigt und damit den Spielraum in Richtung des von Goldman Sachs angehobenen Kursziels weiter eröffnet.

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