Nordex hat gestern einen Großauftrag aus dem deutschen Heimatmarkt vermeldet und gleichzeitig erstmals Aufmerksamkeit von Bernstein Research erhalten – allerdings mit einem nüchternen Ersteindruck. Beide Nachrichten zusammen zeichnen ein klares Bild: operativ läuft es rund, doch der Kurs hat vieles bereits eingepreist.

Wpd-Auftrag mit 15-jähriger Servicebindung

Am 10. März bestellte Bestandskunde wpd insgesamt 40 Turbinen für neun deutsche Windparkprojekte – 279,2 Megawatt Gesamtkapazität, verteilt auf Standorte in Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen. Lieferung und Errichtung sind für 2027 geplant.

Bemerkenswert ist weniger das reine Volumen als die Struktur des Deals: Jede Turbine kommt mit einem 15-jährigen Premium-Servicevertrag. Genau dieses Servicegeschäft gilt als margenstarker Stabilitätsanker, der die zyklischen Schwankungen im Projektgeschäft abfedert. Die Strategie, Neugeschäft konsequent mit langfristigen Servicekomponenten zu koppeln, zahlt sich bereits in den Zahlen aus: Im vierten Quartal 2025 verdreifachte sich das EBITDA auf 307 Millionen Euro, die Marge erreichte 12,1 Prozent.

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Bernstein startet mit neutralem Urteil

Parallel nimmt Bernstein Research die Coverage mit einem „Market-Perform"-Rating auf – eine Erstabdeckung, keine Herabstufung. Die Botschaft dahinter ist dennoch eindeutig: Die fundamentale Transformation von Nordex ist beeindruckend, aber der Kurs hat die Erfolge bereits weitgehend gespiegelt.

Das stimmt mit Blick auf die Kursentwicklung. Seit Jahresanfang legte die Aktie rund 44 Prozent zu und markiert heute mit 43,40 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt inzwischen über 65 Prozent – ein Niveau, das wenig Spielraum für Enttäuschungen lässt.

Für 2026 peilt das Management einen Umsatz zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro an, bei einer EBITDA-Marge von 8 bis 11 Prozent. Mittelfristig soll die Marge bis zu 12 Prozent erreichen. Ab 2027 plant der Vorstand zudem eine jährliche Mindestausschüttung von 50 Millionen Euro.

Ob die ambitionierten Ziele auf Kurs liegen, zeigt der erste Quartalsbericht am 27. April 2026. Dann wird sich entscheiden, ob das operative Momentum anhält – oder ob Bernsteins vorsichtiger Einstieg als früher Hinweis zu werten war.

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