Kanadevia, ehemals bekannt als Hitachi Zosen, steht vor einer weitreichenden strategischen Neuausrichtung. Während das Unternehmen mit operativen Verlusten kämpft, sollen eine Großfusion und der Teilverkauf einer Tochtergesellschaft die Wende bringen. Kann der geplante Zusammenschluss mit Nippon Steel Engineering den Konzern zum globalen Marktführer im Bereich grüner Technologien machen?

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Hitachi Zosen?

  • Großfusion: Verhandlungen über eine Integration mit Nippon Steel Engineering gestartet.
  • Volumen: Geplanter kombinierter Jahresumsatz von über 1 Billion Yen.
  • Schiffsmotoren: Verkauf von 25 % der Anteile an der Motoren-Tochter an Imabari Shipbuilding.
  • Quartalszahlen: Umsatz steigt leicht auf 424,7 Mrd. Yen, dennoch resultiert ein Nettoverlust von 6,3 Mrd. Yen.

Großprojekt mit Nippon Steel Engineering

Kanadevia hat Verhandlungen über eine umfassende Management-Integration mit Nippon Steel Engineering aufgenommen. Ziel der Partner ist es, bis September 2026 eine endgültige Vereinbarung zu unterzeichnen, um die Fusion bis April 2027 abzuschließen. Durch diesen Zusammenschluss würde ein Engineering-Riese mit einem kumulierten Jahresumsatz von mehr als einer Billion Yen entstehen.

Hintergrund der Gespräche ist der Wunsch, die Wettbewerbsfähigkeit in den Wachstumsfeldern Dekarbonisierung und Ressourcen-Recycling massiv zu stärken. Die Unternehmensführung strebt an, die neue Einheit als eine weltweit führende Engineering-Gruppe zu etablieren, um den globalen Bedarf an nachhaltiger Infrastruktur zu bedienen.

Fokus auf ammoniakbetriebene Schiffsmotoren

Parallel zur geplanten Fusion ordnet Kanadevia sein Marine-Geschäft neu. Bis zum 31. März 2026 wird das Unternehmen einen Anteil von 25 % an seiner Tochtergesellschaft Hitachi Zosen Marine Engine an Imabari Shipbuilding übertragen. Damit sinkt die Beteiligung von Kanadevia von 65 % auf 40 %, während Imabari mit 60 % die Mehrheit übernimmt.

Dieser Schritt dient primär dazu, die Entwicklung von Schiffsmotoren zu beschleunigen, die mit Ammoniak betrieben werden. In der Partnerschaft übernimmt Imabari die Federführung, um die Dekarbonisierung in der Schifffahrtsindustrie voranzutreiben. Für Kanadevia bedeutet dies eine Konzentration der Ressourcen auf umweltfreundliche Antriebslösungen bei gleichzeitig verringertem finanziellem Risiko.

Operative Schwäche in den Neunmonatszahlen

Die Dringlichkeit der strategischen Umbauten wird durch die jüngsten Geschäftszahlen verdeutlicht. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres (bis Ende Dezember 2025) konnte Kanadevia den Umsatz zwar um 2,7 % auf 424,7 Milliarden Yen steigern, operativ verbuchte das Unternehmen jedoch einen Verlust von 4,7 Milliarden Yen.

Unter dem Strich blieb ein den Aktionären zuzurechnender Nettoverlust von 6,3 Milliarden Yen, was einem Minus von 37,52 Yen je Aktie entspricht. Die Kosten für die laufende Transformation und der Wettbewerbsdruck in den Kernsegmenten Umwelt- und Anlagenbau belasten das Ergebnis weiterhin deutlich.

Der Fokus der Marktteilnehmer richtet sich nun auf den 31. März 2026, an dem der Anteilsverkauf im Marine-Sektor abgeschlossen sein soll. Entscheidend für die langfristige Bewertung bleibt jedoch der Fortschritt der Fusionsgespräche mit Nippon Steel Engineering, die im September 2026 in einem verbindlichen Vertrag münden sollen.

Hitachi Zosen-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Hitachi Zosen-Analyse vom 13. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Hitachi Zosen-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Hitachi Zosen-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Hitachi Zosen: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...