Eskalierende Spannungen in der Golfregion treiben die Ölmärkte derzeit spürbar an. Während die Sorge vor Lieferengpässen an der Straße von Hormus wächst, profitieren die großen Energiekonzerne unmittelbar von der Preisrally. Shell nutzt das lukrative Marktumfeld dabei nicht nur für die eigene Kurspflege, sondern treibt parallel einen historischen strategischen Umbau auf dem afrikanischen Kontinent voran.

Ölpreis als starker Rückenwind

Die jüngsten Angriffe auf die Energieinfrastruktur im Nahen Osten haben den Preis für die Nordseesorte Brent am Dienstag auf über 103 US-Dollar getrieben. Laut der Internationalen Energieagentur (IEA) drohen ernsthafte Unterbrechungen der Ölversorgung. Diese Preisvolatilität bei Rohöl spielt den Produzenten direkt in die Karten. Das spiegelt sich auch im Kursverlauf wider: Gestern erreichte das Papier mit einem Schlusskurs von 40,02 Euro exakt sein neues 52-Wochen-Hoch und verbucht damit seit Jahresbeginn ein starkes Plus von über 24 Prozent.

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Historischer Rückzug aus Südafrika

Abseits der tagesaktuellen Rohstoffmärkte ordnet der Konzern sein globales Geschäft neu. Am Dienstag wurde bekannt, dass das Unternehmen den vollständigen Verkauf seines Tankstellennetzes in Südafrika plant. Damit endet eine über einhundertjährige Präsenz in dem Land. Dieser Rückzug markiert eine klare strategische Verschiebung. Das Management zieht gezielt Kapital aus bestimmten Einzelhandelsmärkten ab, um es in margenstärkere Bereiche wie Flüssigerdgas (LNG), den integrierten Handel und große Energieprojekte zu lenken.

Aktienrückkäufe stützen zusätzlich

Die hohen Einnahmen aus dem Ölgeschäft sichern gleichzeitig die Finanzierung der laufenden Kapitalmaßnahmen. Allein am Dienstag erwarb der Konzern über eine halbe Million eigene Aktien an verschiedenen europäischen Handelsplätzen zurück. Das von Morgan Stanley unabhängig geführte Rückkaufprogramm läuft planmäßig bis zum 1. Mai 2026.

Mit einem Ölpreis jenseits der 100-Dollar-Marke und einer konsequenten Bereinigung des Portfolios ist die Finanzierung dieser Aktionärsrenditen vorerst gesichert. Die ausstehende Aktienanzahl wird sich bis Anfang Mai weiter reduzieren, was den Gewinn je Aktie stützt – vorausgesetzt, die geopolitische Lage im Nahen Osten sorgt weiterhin für hohe Risikoaufschläge am Rohstoffmarkt.

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