Shell hat seinen jährlichen LNG-Ausblick wegen des Nahostkonflikts gestrichen. Stattdessen präsentiert der Energiekonzern eine neue Langfriststrategie, die auf massives Wachstum beim Flüssiggas setzt. Das sorgt allerdings für internen Widerstand bei den Aktionären, die um die Klimaziele fürchten.

Strategie-Update statt Jahresbericht

Aus Rücksicht auf Partner im Nahen Osten und wegen der unsicheren geopolitischen Lage verzichtet das Unternehmen dieses Jahr auf den gewohnten detaillierten Ausblick. Als Ersatz veröffentlichte das Management Mitte März ein strategisches Update. Die Kernbotschaft bleibt dabei unverändert optimistisch für den fossilen Energieträger.

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Die Prognosen fallen deutlich höher aus als bisher. Bis 2050 rechnet der Konzern mit einem Anstieg der weltweiten Flüssiggas-Nachfrage um 45 bis 85 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2025. Der Haupttreiber für diese Entwicklung liegt in Asien. Die Region verantwortet laut den Schätzungen fast 70 Prozent des künftigen Wachstums, da dort Kohle zunehmend durch Gas ersetzt wird. Um diese Lücke zu füllen, will der weltgrößte LNG-Händler seinen Absatz jährlich um vier bis fünf Prozent steigern.

Aktionäre fordern Antworten

Dieser Expansionskurs stößt nicht überall auf Zustimmung. Auf der Hauptversammlung im vergangenen Jahr unterstützten mehr als ein Fünftel der Anteilseigner eine Resolution, die mehr Klarheit forderte. Die Investoren verlangen eine fundierte Erklärung, wie die massiven LNG-Wachstumsannahmen mit den eigenen Netto-Null-Plänen bis 2050 vereinbar sind.

Finanziell liefert das Gasgeschäft derweil ab. Im Jahr 2025 verzeichnete die Sparte ein Absatzplus von elf Prozent, was den laufenden Aktienrückkauf und die Dividendenzahlungen stützt. Die Aktie honoriert die robuste operative Entwicklung und notiert mit einem gestrigen Schlusskurs von 39,10 Euro nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch.

Auf der kommenden Hauptversammlung am 19. Mai 2026 werden die konkurrierenden Interessen von fossilem Wachstum und Klimaverantwortung erneut aufeinandertreffen. Zuvor schüttet Shell am 30. März die Quartalsdividende in Höhe von 0,372 US-Dollar je Anteilsschein an seine Anleger aus.

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