Der Energieriese Shell hat die Erwartungen der Märkte im zweiten Quartal 2025 deutlich übertroffen – doch der Erfolg hat einen bitteren Beigeschmack. Während die Marketing-Sparte Rekordgewinne einfährt, drohen fallende Rohstoffpreise den Aufschwung zu bremsen. Besonders die jüngste OPEC+-Entscheidung könnte den Druck auf die profitablen Kerngeschäfte erhöhen.

Operative Stärke überrascht Analysten

Trotz eines schwierigen Marktumfelds mit sinkenden Rohstoffpreisen präsentierte Shell am 31. Juli robuste Zahlen. Das bereinigte Ergebnis von 4,3 Milliarden Dollar lag deutlich über den erwarteten 3,73 Milliarden Dollar. Noch beeindruckender: Der operative Cashflow erreichte satte 11,9 Milliarden Dollar – ein klares Zeichen für die finanzielle Gesundheit des Konzerns.

Der Erfolg basiert vor allem auf zwei Säulen:

  • Die Marketing-Sparte (inklusive Tankstellen und Schmiermittel) meldete das beste Q2-Ergebnis seit einem Jahrzehnt.
  • Durch Kostensenkungen sparte Shell allein im ersten Halbjahr 800 Millionen Dollar ein.

Dividende und Aktienrückkäufe trotz steigender Schulden

Shell bleibt seinen Aktionären treu – koste es, was es wolle. Der Konzern kündigte ein neues Aktienrückkaufprogramm über 3,5 Milliarden Dollar an, das 15. Quartal in Folge mit mindestens 3 Milliarden Dollar Volumen. Dazu kommt eine Quartalsdividende von 0,358 Dollar pro Aktie.

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Doch der Preis für diese Großzügigkeit wird sichtbar: Die Nettoverschuldung stieg von 41,5 auf 43,2 Milliarden Dollar. Ein Trend, den Investoren kritisch beobachten dürften.

OPEC+-Entscheidung als Damoklesschwert

Die größte Unbekannte für Shells Zukunft kam erst nach Quartalsende: OPEC+ beschloss am 3. August eine Erhöhung der Fördermengen um 547.000 Barrel pro Tag ab September. Diese zusätzlichen Mengen könnten die Ölpreise weiter drücken – und damit direkt die profitablen Upstream- und Integrated-Gas-Sparten treffen.

Die entscheidende Frage: Kann Shells operative Stärke diese externen Schocks auffangen, oder steht der Konzern vor einer neuen Bewährungsprobe? Die nächsten Quartalszahlen werden es zeigen.

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