Das Börsenjahr 2026 verlief für ServiceNow bisher holprig, die Papiere haben seit Januar fast ein Viertel ihres Wertes eingebüßt. Nun liefert eine frische Analystenhochstufung in Kombination mit einer gezielten Ausweitung der KI-Partnerschaften neue Argumente für Investoren. Die jüngsten strategischen Schritte zielen darauf ab, das Vertrauen von Großkunden in autonome Systeme zu stärken und die eigene Plattform tiefer in den Unternehmensstrukturen zu verankern.

BNP Paribas rät zum Einstieg

Am 16. März hob die französische Großbank BNP Paribas ihre Bewertung für den Softwarekonzern von "Neutral" auf "Outperform" an. Analyst Stefan Slowinski sieht in dem bisherigen Kursrutsch eine attraktive Einstiegsgelegenheit und erhöhte das Kursziel von 120 auf 140 US-Dollar. Als Begründung nannte er drei zentrale Faktoren: ein stabiles Kerngeschäft, klare Wege zur Monetarisierung von Künstlicher Intelligenz sowie hohe Margen bei gleichzeitig kontrollierter aktienbasierter Vergütung.

Die Experten prognostizieren für das Geschäftsjahr 2026 ein organisches Umsatzwachstum bei den Abonnements von rund 20 Prozent. Damit liegen sie über der Prognose des Managements, das im ersten Quartal etwa 18 Prozent in Aussicht gestellt hatte. Zusätzliches Potenzial sieht Slowinski, wenn Unternehmenskunden verstärkt in die teureren Premium-Tarife wechseln oder nach Zukäufen von Assistenz-Paketen als Kunden zurückkehren. Fundamentale Daten wie eine Bruttomarge von über 77 Prozent stützen diese Einschätzung.

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Resilienz für autonome KI-Agenten

Flankiert wird die optimistische Analystenmeinung von einer Reihe neuer strategischer Allianzen, die ServiceNow im März geschlossen hat. Im Zentrum steht dabei eine am 10. März verkündete Kooperation mit dem Datensicherheits-Spezialisten Cohesity. Das gemeinsame Ziel ist es, autonome KI-Agenten für den Unternehmenseinsatz abzusichern.

Wenn Firmen von ersten KI-Experimenten in den produktiven Betrieb übergehen, steigt das Risiko. Handelt ein KI-Agent fehlerhaft – etwa durch falsche Konfigurationen oder böswillige Manipulationen –, müssen veränderte Daten schnell und präzise wiederhergestellt werden. Die Integration des hauseigenen "AI Agent Control Tower" mit der "Cohesity Data Cloud" soll genau diese Ausfallsicherheit garantieren. Ein manuelles Eingreifen zur Datenrekonstruktion wird dadurch überflüssig. Die entsprechenden Funktionen sollen noch in diesem Jahr verfügbar sein.

Neben Cohesity erweiterte ServiceNow seine Plattform diesen Monat auch durch Partnerschaften mit Aiva Health für sprachgesteuerte KI im Gesundheitswesen und Prismforce für die datengestützte Personalplanung.

Höhere Wechselkosten als Ziel

Diese Verzahnung von Arbeitsabläufen, KI-Nutzung und Unternehmenssicherheit ist ein strategischer Hebel. Gelingt es ServiceNow, die komplexe Wiederherstellung von KI-Prozessen für Großkunden nahtlos zu integrieren, verankert sich die Plattform tiefer in kritischen Bereichen wie dem Datenschutz oder dem klinischen Betrieb. Das erhöht die Wechselkosten für die Kunden erheblich und verlängert die Vertragslaufzeiten. Gleichzeitig muss das Management bei der Umsetzung beweisen, dass sich die neuen integrierten Lösungen gegen etablierte Sicherheits- und Datenanbieter wie Microsoft, CrowdStrike oder Oracle behaupten können.

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