Ein massives Überangebot auf dem Weltmarkt zieht die Zuckerpreise deutlich nach unten. Während die globale Produktion im Erntejahr 2025/2026 voraussichtlich um fünf Prozent auf über 189 Millionen Tonnen steigt, hinkt der weltweite Verbrauch mit einem Zuwachs von nur einem Prozent hinterher. Dieser deutliche Überschuss sorgt an den Terminbörsen für spürbaren Preisdruck.

Vor allem die beiden Schwergewichte Brasilien und Indien treiben das Angebot. Brasilien steuert mit einer prognostizierten Rekordernte von 44,7 Millionen Tonnen auf ein neues Allzeithoch zu. Gleichzeitig meldet Indien einen Produktionssprung von zwölf Prozent auf knapp über 29 Millionen Tonnen. Da die indische Regierung zudem die Ausfuhr von weiteren 500.000 Tonnen genehmigt hat, erhöht sich das verfügbare Volumen auf dem Weltmarkt zusätzlich.

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Rohzucker verliert massiv an Wert

Die Auswirkungen auf die Marktpreise sind eklatant. Kostete eine Tonne Rohzucker im Februar des Vorjahres noch 445 US-Dollar, fiel der Preis laut Daten von ICRA Limited bis zum Februar 2026 auf 313 US-Dollar. Auch bei Weißzucker zeigt sich ein ähnliches Bild mit einem Rückgang von 532 auf 408 US-Dollar pro Tonne innerhalb eines Jahres.

Neben den fundamentalen Erntedaten belastet zuletzt ein fester US-Dollar den Rohstoff. Da Zucker international in Dollar gehandelt wird, verteuert die Währungsstärke den Einkauf für Importeure außerhalb des Dollar-Raums, was die globale Nachfrage bremst.

Ethanol-Produktion als Zünglein an der Waage

Ein wesentlicher Faktor für die weitere Entwicklung bleibt die Preisgestaltung am Energiemarkt. In Brasilien wird Zuckerrohr flexibel entweder zu Zucker oder zu Ethanol verarbeitet. Steigen die Rohölpreise, wird die Ethanol-Produktion wirtschaftlich attraktiver. Dies könnte dazu führen, dass kurzfristig weniger Zuckerrohr für die Nahrungsmittelproduktion zur Verfügung steht und das Angebot somit künstlich verknappt wird.

Trotz der aktuellen Schwächephase deutet sich für das übernächste Jahr eine Trendwende an. Marktanalysen von Reuters prognostizieren für die Saison 2026/2027 ein globales Defizit von 1,5 Millionen Tonnen. Sollte sich diese Verknappung bestätigen, könnten die Preise bis Ende 2026 wieder um etwa zehn Prozent über dem aktuellen Niveau notieren.

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