ServiceNow hat gestern eine strategische Partnerschaft mit dem Datensicherheitsanbieter Cohesity bekanntgegeben – ein weiterer Baustein im wachsenden KI-Ökosystem des Unternehmens. Die Aktie steht derweil unter erheblichem Druck: Seit Jahresbeginn hat sie rund 21 Prozent an Wert verloren.

KI-Agenten absichern: Das steckt hinter der Cohesity-Kooperation

Der Kern der Partnerschaft ist ein konkretes Problem, das mit der zunehmenden Verbreitung autonomer KI-Agenten entsteht. Solche Agenten lesen nicht nur Daten – sie verändern Datensätze, starten Prozesse und greifen aktiv in Kernsysteme ein. Ein fehlerhafter Befehl oder ein manipulierter Input kann dabei schnell weitreichende Folgen haben.

Die Lösung: ServiceNows AI Agent Control Tower übernimmt Steuerung, Transparenz und Sicherheit der Agenten, während Cohesitys Data Cloud die zugrundeliegenden Daten schützt und bei Bedarf eine punktgenaue Wiederherstellung auf einen verifizierten Ausgangszustand ermöglicht. Die Integration beider Plattformen soll noch in diesem Jahr verfügbar sein.

Solide Geschäftszahlen, schwacher Kurs

Das operative Geschäft liefert unterdessen starke Zahlen. Im vierten Quartal 2025 erzielte ServiceNow einen Umsatz von 3,57 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen. Die Abonnementerlöse wuchsen um 19,5 Prozent auf 3,47 Milliarden Dollar. Der freie Cashflow stieg um 34 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar. Das KI-Produkt Now Assist erreichte zum Jahresende einen jährlichen Vertragswert von 600 Millionen Dollar – und soll 2026 die Milliarden-Marke überschreiten. Für das Gesamtjahr erwartet das Management Abonnementerlöse zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden Dollar bei einer operativen Marge von 32 Prozent.

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Trotz dieser Zahlen bleibt die Aktie unter Druck. Anleger sorgen sich, dass die rasante Expansion von KI-Anbietern das traditionelle Geschäftsmodell des Unternehmens langfristig belasten könnte. Rothschild & Co. Redburn senkte gestern das Kursziel von 230 auf 215 Dollar, bestätigte aber die Kaufempfehlung. Der Analystenkonsens aus 42 Stimmen lautet ebenfalls auf „Moderater Kauf", mit einem durchschnittlichen Kursziel von 192,06 Dollar. Zusätzlich erwarb CEO Bill McDermott zuletzt eigene Aktien im Wert von 3 Millionen Dollar.

Wachsendes Ökosystem als strategische Antwort

Die Cohesity-Partnerschaft reiht sich in eine Serie strategischer Schritte ein. Bereits im Januar hatte ServiceNow seine Kooperationen mit OpenAI und Anthropic ausgebaut und die Plattform an Microsofts Agenten-Tools angebunden. Das Volumen der AI Control Tower-Deals verdreifachte sich im letzten Quartal im Vergleich zum Vorquartal. Das Partnernetzwerk umfasst inzwischen mehr als 2.700 Unternehmen weltweit.

Am 29. April legt ServiceNow seine nächsten Quartalszahlen vor. Dann wird sich zeigen, ob die aggressive Produktoffensive im KI-Bereich bereits spürbar in den Umsatzzahlen ankommt.

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