Nach einem schwachen Start in das Jahr 2026 meldet sich der Softwarekonzern eindrucksvoll zurück. Neue KI-Produkte und ein millionenschwerer Aktienkauf des eigenen Chefs sorgen für frischen Wind beim Kursverlauf. Kann das Unternehmen diesen Schwung gegen die wachsende Konkurrenz von Tech-Giganten wie Microsoft verteidigen?

Neue KI-Offensive im öffentlichen Sektor

Seit Ende Februar arbeitet sich das Papier aus seinem jüngsten Tief heraus. Auslöser für einen Kurssprung von über fünf Prozent war die Vorstellung neuer KI-Lösungen für den öffentlichen Sektor. Mit Programmen wie "EmployeeWorks" und "Autonomous Workforce" automatisiert der Konzern IT-Anfragen in sicheren Regierungsumgebungen. Laut Unternehmensangaben lösen die digitalen Assistenten Standardprobleme deutlich schneller und bearbeiten bereits über 90 Prozent der Mitarbeiteranfragen.

Diese Strategie zahlt sich finanziell aus. Die KI-Suite "Now Assist" erreichte Ende 2025 ein Vertragsvolumen von 600 Millionen US-Dollar und übertraf damit die internen Erwartungen. Im laufenden Jahr rechnet das Management bereits mit einem Sprung über die Milliardenmarke. Zusätzliche Partnerschaften im Gesundheitswesen und der Telekommunikation sollen die Integration der eigenen KI-Plattform in weitere Branchen beschleunigen.

Vertrauensbeweis der Chefetage

Ein starkes Signal an den Markt sendete kürzlich die Führungsebene. Mehrere Top-Manager stoppten ihre zuvor geplanten, automatischen Aktienverkäufe. Besonders bemerkenswert: CEO Bill McDermott kaufte Ende Februar privat Aktien im Wert von drei Millionen US-Dollar. Da Führungskräfte in der Regel in Form von Aktienpaketen vergütet werden, werten Marktbeobachter den Einsatz von privatem Kapital als klaren Vertrauensbeweis in die strategische Ausrichtung.

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Operativ stützt das jüngste Quartalsergebnis diesen Optimismus. Die Abonnementeinnahmen kletterten um 19,5 Prozent, während die noch nicht abgerechneten Leistungsverpflichtungen sogar um über 22 Prozent zulegten. Ein neues Aktienrückkaufprogramm über fünf Milliarden US-Dollar sichert den Kurs zusätzlich nach unten ab.

Konkurrenzdruck bleibt bestehen

Trotz der positiven Impulse bleiben Herausforderungen bestehen. Der vorherige Kursrückgang im gesamten Softwaresektor resultierte primär aus der Sorge, dass gebündelte KI-Angebote von Microsoft das Geschäftsmodell von Spezialanbietern untergraben könnten. ServiceNow muss nun beweisen, dass die eigenen Premium-Funktionen den Konkurrenzdruck abwehren und Kunden bereit sind, für spezialisierte KI-Lösungen extra zu bezahlen.

Analysten zeigen sich diesbezüglich mehrheitlich zuversichtlich. Aktuell raten 40 Experten zum Kauf der Aktie, während nur einer einen Verkauf empfiehlt. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei knapp 190 US-Dollar und signalisiert weiteres Aufwärtspotenzial.

Ob die aggressive KI-Strategie dauerhaft höhere Marktanteile sichert, wird sich bald in den Büchern zeigen. Der nächste wichtige Termin für Anleger ist der 29. April 2026. An diesem Tag veröffentlicht der Konzern seine Zahlen für das erste Quartal und wird belegen müssen, dass sich die neuen Produkteinführungen in greifbarem Umsatzwachstum niederschlagen.

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