ServiceNow treibt seine KI-Offensive weiter voran – diesmal mit einem klaren Fokus auf Behörden und den öffentlichen Sektor. Die neuen Produkte kamen am Donnerstag am Markt gut an und stützten eine Aktie, die zuletzt zwar erholt wirkte, aber weiterhin stark schwankt. Doch wie viel Substanz steckt hinter dem jüngsten Optimismus?

KI-Produkte für den öffentlichen Sektor

Auf dem jährlichen „Government Forum“ stellte das Unternehmen zwei neue KI-Lösungen vor: „EmployeeWorks“, das mit Conversational AI Beschäftigte in Behörden unterstützen soll, sowie „Autonomous Workforce“ – ein Paket aus KI-Spezialisten, die Aufgaben in abgesicherten Government-Cloud-Umgebungen ausführen sollen.

Die Ankündigungen folgten unmittelbar auf die jüngste Übernahme von Moveworks. Zusammen unterstreichen sie, dass ServiceNow den Ausbau im Behördenmarkt beschleunigen will – ein Bereich, der typischerweise mit langfristigen Verträgen lockt.

Auszeichnungen, Partnerschaften und weitere Bausteine

Parallel zu den Produktnews gab es weitere positive Meldungen: Forrester stufte ServiceNow bei Public-Sector-Lösungen als „Leader“ ein und verwies dabei auf eine „aggressive KI-Strategie“. Außerdem ging ServiceNow eine Partnerschaft mit Autonomize AI ein, um KI-gestützte Lösungen für das Gesundheitswesen zu entwickeln. Der IT-Dienstleister FPT wurde zudem zum „Premier Partner“ hochgestuft, um KI-Transformationen in Unternehmen zu beschleunigen.

Ende Februar und Anfang März erweiterte ServiceNow seine KI-Plattform außerdem um zusätzliche Integrationen rund um Telecom-Roaming und Security. Hinzu kam eine FedRAMP-Autorisierung für Moveworks. Gleichzeitig meldete das Unternehmen Shelf-Registrierungen im Zusammenhang mit Mitarbeiteraktienplänen über insgesamt rund 102,91 Mio. US-Dollar an Stammaktien.

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Übernahme in der Cybersicherheit: Armis für 7,75 Mrd. Dollar

Auch außerhalb des Government Forums setzt ServiceNow Akzente: Das Unternehmen kündigte die Übernahme des OT-Cybersicherheitsanbieters Armis für 7,75 Mrd. US-Dollar in bar an.

Armis soll in die Workflows von ServiceNow integriert werden und Schutz sowie Lifecycle-Management „End-to-End“ unterstützen – auch in Umgebungen mit cyber-physischen Assets, etwa in der Industrie oder im Gesundheitswesen. Durch die Verbindung von Armis-Daten mit dem „AI Control Tower“-Ansatz will ServiceNow laut Darstellung das Security-Angebot breiter aufstellen und Themen wie Identity Governance und Exposure Management in KI-getriebenen Umgebungen adressieren.

Kursbild bleibt unruhig – trotz operativer Stärke

Trotz der jüngsten Erholung fällt die Bilanz seit Jahresbeginn negativ aus: Die Aktie lag seit Jahresstart rund 18,1% im Minus und notierte bei etwa 120,78 US-Dollar, deutlich unter dem Hoch aus dem Sommer 2025. Die Handelsspanne der vergangenen 52 Wochen reichte von 98,00 bis 211,48 US-Dollar.

Auffällig: In den letzten zwölf Monaten gab es 13 Kursbewegungen von mehr als 5% – ein Hinweis auf anhaltend hohe Volatilität. Zwischen Anfang Dezember 2025 und Anfang März 2026 rutschte der Kurs zudem um 34% ab. Das passierte trotz eines Umsatzanstiegs von 4,8% und eines kräftigen Zuwachses bei Q4-Subscriptions von 21%. Belastend wirkten damals vor allem Sorgen über schrumpfende Margen sowie ein breiter Tech-Abverkauf – selbst ein selbstbewusst angekündigtes Aktienrückkaufprogramm über 5 Mrd. US-Dollar änderte daran kurzfristig wenig.

Operativ lieferte das Unternehmen im vierten Quartal 2025 dennoch ab: Die Subscription-Umsätze stiegen im Jahresvergleich um 21% auf 3,466 Mrd. US-Dollar. Das Ergebnis je Aktie (EPS) lag mit 0,92 US-Dollar über den Erwartungen. Zudem kletterten die „current remaining performance obligations“ (cRPO) um 25% auf 12,85 Mrd. US-Dollar – ein Indikator für einen weiterhin gut gefüllten Auftragsbestand.

Für 2026 stellte ServiceNow Subscription-Umsätze von 15,53 bis 15,57 Mrd. US-Dollar in Aussicht (19,5% bis 20% Wachstum). Gleichzeitig erwartet das Management eine operative Marge von 32% sowie eine Free-Cashflow-Marge von 36%. Strategische Partnerschaften mit KI-Schwergewichten wie OpenAI und Microsoft bleiben bestehen.

Der nächste harte Datenpunkt folgt bereits bald: Am 29. April legt ServiceNow den nächsten Quartalsbericht vor. Bis dahin wird sich zeigen, ob die neuen Public-Sector-Produkte und die Armis-Übernahme die KI-Story in messbare Nachfrage ummünzen können – oder ob der Wettbewerb bei KI-Plattformen schneller Marktanteile bindet.

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