SAP Aktie: Erholungschance?
Der Softwarekonzern aus Walldorf meldet sich nach Wochen der Schwäche mit einem spürbaren Kursplus zurück. Am Freitag gelang der Aktie ein klarer Abstand zur Marke von 200 Euro, die zuletzt mehrfach getestet wurde. Im Markt wächst damit die Hoffnung, dass sich ein Boden ausbildet – doch wie stabil ist diese Erholung wirklich?
Die Fakten im Überblick
Zum Wochenschluss zeigte sich der DAX-Schwergewichtstitel deutlich fester. Im Xetra-Handel legte die Aktie am Freitag um 2,83 % zu und schloss bei 212,35 Euro. Damit liegt der Kurs:
- rund 5 % über dem jüngsten 52‑Wochen-Tief bei 201,95 Euro
- aber noch etwa 24 % unter dem 52‑Wochen-Hoch von 280,40 Euro
- leicht über dem 50‑Tage-Durchschnitt (210,15 Euro)
- knapp 10 % unter dem 200‑Tage-Durchschnitt (235,90 Euro)
Auf Sicht von sieben Tagen ergibt sich ein Zuwachs von 5,15 %, während die Bilanz der vergangenen zwölf Monate mit einem Minus von 13,57 % weiter schwach bleibt. Die Gegenbewegung vom Freitag ist damit klar erkennbar, ändert aber den langfristigen Abwärtstrend noch nicht.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) auf 14‑Tage-Basis liegt mit 51,8 im neutralen Bereich. Zuvor war der Indikator in die Nähe einer überverkauften Zone gerutscht, was technisch orientierte Anleger als Argument für eine Gegenreaktion nutzen konnten. Die zuletzt hohe annualisierte 30‑Tage-Volatilität von knapp 70 % unterstreicht, wie nervös der Handel der vergangenen Wochen verlief.
Analystenkommentar: Barclays bleibt bei Kaufempfehlung
Auf der Analystenseite gab es parallel eine Anpassung der Erwartungen. Die britische Investmentbank Barclays bestätigte ihre positive Einschätzung und belässt die Einstufung auf „Overweight“. Am grundsätzlichen Votum ändert sich damit nichts, wohl aber am Zielkorridor.
Das Kursziel wurde von 300 auf 270 Euro reduziert. Als Grund nennen die Analysten vor allem die verhaltene Stimmung im Technologiesektor insgesamt, nicht jedoch eine erkennbare operative Schwäche bei SAP. Das Geschäft wird weiterhin als robust bewertet.
Trotz der Kürzung signalisiert das neue Ziel aus Analystensicht weiterhin deutliches Potenzial: Vom aktuellen Niveau bei 212,35 Euro entspräche 270 Euro einem Aufschlag von rund 27 %. Der Schritt von Barclays ordnet die Erwartungshaltung also etwas defensiver ein, ohne das positive Grundszenario infrage zu stellen.
Charttechnik: Schlüsselmarken im Blick
Charttechnisch steht die Aktie an einer sensiblen Stelle. Nach der Korrektur seit dem 52‑Wochen-Hoch hat der Bereich um 200 Euro mehrfach als Unterstützung gehalten. Der jüngste Rebound über 212 Euro verleiht dieser Zone zusätzliche Relevanz.
Wesentliche Marken aus technischer Sicht sind:
- Unterstützung: rund 200 Euro als kurzfristige Auffangzone
- Kurzfristiger Widerstand: etwa 215 Euro als nächster Prüfstein
- Langfristige Marke: 200‑Tage-Durchschnitt bei 235,90 Euro als zentrale Trendhürde
Gelingt es, den Kurs in den kommenden Handelstagen nachhaltig oberhalb von 215 Euro zu etablieren, würde sich der Abstand zum 200‑Tage-Durchschnitt verringern und der Weg in Richtung mittelfristiger Erholung öffnen. Ein Rückfall unter 200 Euro hingegen würde das technische Bild deutlich eintrüben und den jüngsten Erholungsversuch relativieren.
Ausblick bis zu den Quartalszahlen
Der nächste harte Datenpunkt steht bereits fest: Am 29. Januar 2026 legt SAP die Zahlen für das vierte Quartal vor. Bis dahin dürfte die Kursentwicklung vor allem von der allgemeinen Stimmung im Technologiesektor und charttechnischen Signalen geprägt sein.
Inhaltlich bleiben zwei Themen für die mittelfristige Bewertung entscheidend: der Fortschritt bei der Cloud-Transformation und die Integration von KI-Lösungen in das Produktportfolio. Ob der aktuelle Rebound mehr als nur eine technische Gegenbewegung ist, wird sich daran zeigen, ob die Aktie die Zone um 215 Euro überwinden und bis zur Zahlenvorlage mindestens die Unterstützung bei 200 Euro behaupten kann.
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