Die SAP-Aktie hat sich in dieser Woche von ihrem jüngsten 52-Wochen-Tief bei 142,34 Euro gelöst. Hinter der Kurserholung steckt mehr als nur eine technische Gegenbewegung — das Unternehmen treibt gleich mehrere strategische Initiativen parallel voran.

Neue Führungsstruktur soll Kunden enger binden

Zum 1. April hat SAP eine neue Vorstandsdivision aktiviert: die „Customer Value Group". Thomas Saueressig übernimmt als Chief Customer Officer die Verantwortung für die gesamte Kundenreise — von Vertrieb und Implementierung bis zu Support und Service. Die Zusammenlegung der bisherigen Bereiche „Customer Success" und „Customer Services & Delivery" zielt darauf ab, Kunden während der Cloud-Migration enger zu begleiten und die Akzeptanz der KI-gestützten Lösungen zu erhöhen.

Dass die Strategie im Enterprise-Segment ankommt, zeigt ein konkretes Beispiel: Ende März vermeldete SAP den Go-live bei der Campari Group, die eine umfassende Software-Suite für Finanzen, Lieferkette und Personalwesen in Betrieb genommen hat — inklusive integrierter KI-Funktionen.

Reltio-Übernahme und KI-Roadmap

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Ebenfalls Ende März gab SAP die geplante Übernahme des Datenspezialisten Reltio bekannt. Der Zukauf soll die Verknüpfung von SAP-eigenen Daten mit Drittanbieter-Quellen vereinfachen und die Datenbasis für KI-Anwendungen verbessern. Der Abschluss der Transaktion ist für das zweite oder dritte Quartal 2026 geplant.

Parallel dazu veröffentlichte SAP gemeinsam mit Accenture Einblicke in eine gemeinsame KI-Roadmap, die auf die Automatisierung manueller Prozesse in bestehenden ERP-Landschaften abzielt.

Quartalszahlen als nächster Prüfstein

Trotz der jüngsten Erholung notiert die Aktie noch rund 29 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt — der Abwärtstrend des vergangenen Jahres hinterlässt deutliche Spuren. Am 23. April legt SAP die Quartalsmitteilung für das erste Jahresviertel 2026 vor. Analysten werden dabei vor allem auf die Entwicklung des Cloud-Auftragsbestands und erste Signale zur Monetarisierung der „Business AI"-Produkte achten. Für das Gesamtjahr 2026 rechnen Experten mit einem Gewinn je Aktie von rund 7,19 Euro — eine Bestätigung dieser Erwartung dürfte entscheidend dafür sein, ob die aktuelle Erholung Bestand hat.

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