Zacks Equity Research hat D-Wave Quantum heute zum „Bear of the Day" erklärt – trotz beeindruckender Nutzungszahlen und einem Kursanstieg von 8,55% am gestrigen Handelstag. Der Grund: Zwischen operativen Fortschritten und finanzieller Realität klafft eine wachsende Lücke.

Starkes Wachstum, schwache Zahlen

Die Nutzung des Advantage2-Quantencomputers stieg im Jahresvergleich um 314%, der Stride-Hybrid-Solver legte in sechs Monaten um 114% zu. Gleichzeitig wuchs der Jahresumsatz 2025 um 179% auf 24,6 Millionen Dollar. Das klingt beeindruckend – bis man auf die Verluste schaut.

Der GAAP-Nettoverlust für das Gesamtjahr 2025 belief sich auf rund 355,1 Millionen Dollar. Im vierten Quartal verfehlte das Unternehmen die Erwartungen deutlich: 2,8 Millionen Dollar Umsatz statt der erwarteten 3,6 Millionen. Der Quartalsverlust je Aktie lag bei 0,09 Dollar – Analysten hatten mit 0,06 Dollar gerechnet.

Insider verkaufen, Aktie verliert

Das Bild wird durch jüngste Insidertransaktionen nicht freundlicher. CEO Alan Baratz trennte sich Mitte Januar von 35.013 Aktien zu durchschnittlich 28,06 Dollar. CFO John Markovich folgte am 13. März mit dem Verkauf von 10.706 Aktien zu je 17,63 Dollar. Seit Jahresbeginn hat die Aktie mehr als 50% ihres Wertes verloren.

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Analysten verweisen auf den hohen Cashverbrauch und die unregelmäßige Natur der Hardware-Erlöse als zentrale Risikofaktoren – trotz einer soliden Kassenposition.

Umzug und neue Initiativen

D-Wave verlagert seinen Firmensitz und das US-Forschungszentrum von Palo Alto nach Boca Raton, Florida. Begleitet wird der Umzug von einem 20-Millionen-Dollar-Vertrag mit der Florida Atlantic University für die Installation eines Advantage2-Systems. Zudem startet am 7. April die Podcast-Reihe „Quantum Matters", die Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt sowie in der KI beleuchten soll.

Der Markt honoriert solche Initiativen derzeit kaum. Solange der Weg zur Profitabilität so weit und der Kapitalbedarf so hoch bleibt, dürfte die Zacks-Einschätzung den Kurs belasten – unabhängig davon, wie stark die Nutzungszahlen weiter steigen.

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