Die SAP-Aktie erleidet einen heiklen Rückschlag – und das aus zwei Richtungen gleichzeitig. Während die Deutsche Bank ihr Kursziel kassiert, sorgt ein undurchsichtiges EU-Kartellverfahren für zusätzlichen Druck. Steht der Software-Riese vor einer gefährlichen Trendwende?

Die Analyse der Deutschen Bank traf den Markt heute Morgen mit Wucht: Das Kursziel wurde von bisher 270 Euro gesenkt. Als Begründung nennen die Analysten ein komplexer werdendes Branchenumfeld und die ernüchternde Erkenntnis, dass sich KI-Investitionen langsamer in bare Münze verwandeln als erhofft. Diese Skepsis trifft SAP genau in seiner strategischen Schaltzentrale.

Kartellverfahren: Die stille Gefahr aus Brüssel

Parallel schwelt ein weiteres Risiko: Medienberichte deuten an, dass SAP der EU-Kommission Zugeständnisse in einem Kartellverfahren angeboten haben soll. Noch sind die Details unklar – doch allein die Andeutung möglicher Auflagen oder finanzieller Belastungen reicht aus, um Anlegern Sorgenfalten auf die Stirn zu treiben.

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Die Reaktion des Marktes ließ nicht lange auf sich warten:
* Die Aktie notiert mit 225,15 Euro deutlich im Minus
* Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 280 Euro beträgt fast 20%
* Der RSI von 29,9 signaligt technisch übersoldene Bedingungen

Branchen-Check: Ein SAP-spezifisches Problem?

Interessanterweise deuten die Zahlen großer US-Wettbewerber nicht auf eine generelle Nachfrageschwäche hin. Oracle meldete zuletzt weiterhin starke Nachfrage für KI-Cloud-Infrastruktur. Das Problem scheint anderswo zu liegen: Die Prognose von Salesforce zeigte Anfang September, dass die Monetarisierung von KI-Funktionen deutlich langsamer verläuft als erwartet.

Die Deutsche Bank bringt es auf den Punkt: Das langfristige KI-Potenzial bleibt unbestritten, aber der Weg dorthin wird teurer und langwieriger. Genau diese Erkenntnis trifft nun auch die SAP-Bewertung.

Was kommt als nächstes?

Alles richtet sich jetzt auf den 22. Oktober: Dann legt SAP die Zahlen für das dritte Quartal vor. Anleger werden genau prüfen, ob sich die befürchtete Verlangsamung im wichtigen Cloud-Auftragsbestand widerspiegelt. Bis dahin dürfte die Volatilität hoch bleiben – die Aktie kämpft an zwei Fronten gleichzeitig.

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