Die RWE-Aktie durchbricht erstmals seit Februar 2011 die 50-Euro-Marke. Am Donnerstagnachmittag kletterte der Titel im DAX um 2,0 Prozent auf 50,36 Euro. Der Auslöser: Ein spektakulärer Erfolg bei britischen Offshore-Windkraft-Auktionen, der die Analystenriege euphorisch stimmt.

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RWE sicherte sich den Zuschlag für vier Großprojekte mit einer Gesamtkapazität von 6,9 Gigawatt. Das klingt erstmal nach nackten Zahlen – doch der Clou: Der Markt hatte nur mit rund der Hälfte dieser Kapazität gerechnet. Deepa Venkateswaran von Bernstein spricht von einem "vollen Erfolg" und sieht eine Wiederbelebung der Offshore-Windenergie in Europa, insbesondere für den Essener Konzern.

Analysten drehen auf

Peter Bisztyga von der Bank of America hebt das Kursziel gleich um 3 Euro auf 59 Euro an – das höchste Ziel aller beobachteten Analysehäuser. Seine Begründung: RWE gehört zu den 25 Top-Empfehlungen für 2026. Auch Guido Hoymann von Metzler schraubt sein Ziel auf 57 Euro hoch und betont die Dimension des Erfolgs. Bei einer aktuellen Gesamtkapazität von etwa 40 Gigawatt bedeuten 6,9 Gigawatt zusätzlich einen gewaltigen Sprung.

Das KKR-Ass im Ärmel

Doch da ist noch mehr. RWE kündigte parallel ein Finanzierungs-Joint-Venture mit der Beteiligungsgesellschaft KKR an. Die Struktur ist clever: Im Sommer fließen 2,9 Milliarden Pfund für aktivierte Entwicklungskosten an RWE. Der eigene Kapitalbedarf? Lediglich 0,9 Milliarden Pfund – und das erst nach vollständiger Inanspruchnahme der Projektfinanzierung.

Bisztyga rechnet vor: Die Nettoinvestitionen bis 2030/31 dürften nur 1,2 Milliarden Euro betragen. Die Folge? Drastisch sinkende Nettozinskosten für RWE. Das Joint Venture setzt also erhebliche liquide Mittel frei, während gleichzeitig das Wachstum finanziert wird.

Technisch auf Kurs

Seit Herbst 2025 hellte sich die Charttechnik kontinuierlich auf. Mitte Dezember überwand die Aktie schließlich die 21-Tage-Linie, die den kurzfristigen Trend signalisiert und aktuell bei etwas über 46 Euro verläuft. Die mittel- und längerfristigen Trendindikatoren zeigen nun nach oben.

Der Blick zurück

Zum Rekordhoch von über 100 Euro aus dem Jahr 2008 ist der Weg noch weit. Doch nach Jahren der Konsolidierung scheint RWE nun wieder Fahrt aufzunehmen. Die Kombination aus operativem Erfolg und cleverer Finanzierungsstruktur könnte die Aktie weiter beflügeln.

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