RWE Aktie: Milliarden-Partnerschaft steht
RWE treibt den Umbau des Portfolios mit hoher Geschwindigkeit voran. Durch einen Milliarden-Deal mit dem US-Investor KKR und den zeitgleichen Verkauf der schwedischen Aktivitäten schärft der Energieversorger sein Profil und sichert die Finanzierung künftiger Großprojekte. Diese strategische Klarheit überzeugt auch Analysten, die nun weiteres Aufwärtspotenzial für den DAX-Titel sehen.
Die wichtigsten Fakten zur KKR-Partnerschaft:
* Partner: US-Finanzinvestor KKR erwirbt 50 % an den Projekten Norfolk Vanguard East und West.
* Investitionsvolumen: Das Gesamtprojekt umfasst über 15 Milliarden US-Dollar.
* Finanzfluss: RWE erhält für den Anteil rund 1,8 Milliarden US-Dollar.
* Zeitplan: Die Inbetriebnahme der 3,1 Gigawatt starken Parks ist für 2029 und 2030 geplant.
Kapitaleffizienz durch "Farming-Down"
Der Einstieg von KKR bei den britischen Offshore-Windparks folgt dem sogenannten "Farming-Down"-Modell. Dabei teilt RWE die enormen Investitionskosten solcher Infrastrukturprojekte frühzeitig mit solventen Partnern. Dies schont die Bilanz und setzt Kapital frei, das an anderer Stelle investiert werden kann. Die Projekte, die rund 50 bis 80 Kilometer vor der Küste von Norfolk liegen, sollen künftig drei Millionen britische Haushalte versorgen.
Die Bedeutung des britischen Marktes für RWE unterstreicht auch das Ergebnis der jüngsten "Allocation Round 7". Der Konzern sicherte sich Differenzverträge für insgesamt 6,9 Gigawatt Offshore-Kapazität – der Spitzenwert unter allen Bietern.
Fokusverschiebung und KI-Fantasie
Während RWE in Großbritannien expandiert, zieht sich der Konzern aus Schweden zurück. Der Verkauf der dortigen Windkraft-Assets an Aneo verdeutlicht die Strategie, Ressourcen auf Märkte mit den attraktivsten Wachstumsbedingungen zu konzentrieren.
Gleichzeitig erschließt das Unternehmen neue Einnahmequellen im Tech-Sektor. Ein neu geschlossener Stromliefervertrag (PPA) mit Global Switch versorgt ab 2026 ein Londoner Rechenzentrum mit Windkraft. Da in diesem Rechenzentrum große Mengen an Nvidia-GPUs für KI-Anwendungen laufen, positioniert sich RWE hier als Infrastrukturpartner für den boomenden KI-Sektor.
Analysten sehen Luft nach oben
Die strategischen Weichenstellungen kommen am Markt gut an. Die Privatbank Berenberg reagierte auf die jüngsten Meldungen mit einer deutlichen Anhebung des Kursziels von 42 auf 58 Euro und bestätigte die Kaufempfehlung. Analysten loben insbesondere die disziplinierte Kapitalallokation.
Aktuell notiert die Aktie mit einem Schlusskurs von 51,56 Euro in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch bei 53,42 Euro. Die beeindruckende Performance von über 78 % in den letzten zwölf Monaten spiegelt das gestiegene Vertrauen der Investoren wider. Auch charttechnisch bleibt das Bild stabil, da der Kurs deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 39,33 Euro notiert.
Das nächste entscheidende Ereignis für die weitere Kursentwicklung dürfte das angekündigte Strategie-Update im März sein. Sollte das Management dort konkrete Pläne zur Verwendung der zufließenden Mittel präsentieren, könnte dies den entscheidenden Impuls für den Sprung über das bisherige Jahreshoch liefern.
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