RWE Aktie: Massive Rückkäufe
Ein Kursplus von 57 Prozent im Jahr 2025 ist eine Ansage, doch das Management des Essener Energiekonzerns scheint noch lange nicht zufrieden zu sein. Während Anleger die Gewinne feiern, nutzt der Konzern die fundamentale Bewertung unter Buchwert weiterhin konsequent aus. Ist die Rallye damit erst am Anfang oder droht eine Überhitzung?
Management macht ernst
Zum Jahreswechsel drückte RWE beim Aktienrückkauf noch einmal aufs Tempo. Der vierte Zwischenbericht zur dritten Tranche des Rückkaufprogramms belegt, dass der Konzern die Kurspflege ernst meint. Allein in den letzten Handelstagen des Dezembers investierte das Unternehmen über 8,3 Millionen Euro in eigene Papiere.
Seit dem Start der aktuellen Tranche am 3. Dezember 2025 wurden bereits knapp 1,5 Millionen Aktien vom Markt genommen. Das Gesamtprogramm, das ein Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro umfasst, soll über 18 Monate laufen und stützt den Kurs technisch durch die Verknappung des Angebots.
Bewertung unter Substanzwert
Der treibende Faktor für die aggressive Kaufstrategie dürfte die Diskrepanz zwischen Börsenwert und Bilanzkennzahlen sein. Trotz der beeindruckenden Jahresperformance notiert die Aktie bei einem aktuellen Kurs von rund 45 Euro weiterhin unter ihrem Buchwert von 47,11 Euro.
Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) von 0,95 signalisiert, dass Anleger für jeden Euro Eigenkapital aktuell weniger als einen Euro bezahlen müssen. Auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 15,7 erscheint im historischen Vergleich und angesichts der Wachstumsperspektiven moderat.
Analysten sehen Luft nach oben
Die großen Investmenthäuser bestätigen diese Einschätzung überwiegend. Morgan Stanley traut dem Titel mit einem Kursziel von 55 Euro am meisten zu. Auch JPMorgan ("Overweight", 51 Euro) und die Deutsche Bank (50 Euro) sehen den fairen Wert der Aktie deutlich über dem aktuellen Niveau. Das durchschnittliche Kursziel von 49,14 Euro impliziert ein weiteres Aufwärtspotenzial von knapp neun Prozent.
Unterstützt wird die Stimmung durch den operativen Fortschritt: Der Einstieg des US-Investors Apollo Global Management in das RWE-Netzgeschäft ist mittlerweile fixiert. Dieser Deal verschafft dem Versorger wichtige finanzielle Spielräume für die teure Transformation hin zu Erneuerbaren Energien.
Anleger sollten sich nun den 12. März 2026 vormerken. Mit der Vorlage des Geschäftsberichts für 2025 wird sich zeigen, ob RWE das hohe Tempo bei den Rückkäufen im neuen Jahr beibehält und wie sich die Kapitalkosten im aktuellen Zinsumfeld auf die weitere Strategie auswirken.
Rwe-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rwe-Analyse vom 01. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Rwe-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rwe-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 01. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rwe: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








