RWE Aktie: Analysten feiern Nordsee-Coup
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat grünes Licht für das nächste Offshore-Großprojekt von RWE gegeben. Während der Energiekonzern damit seine Kapazitäten in der Deutschen Bucht massiv ausbaut, reagieren Analysten prompt mit höheren Kurszielen. An der Börse sorgte die Nachricht zum Wochenausklang allerdings für Gewinnmitnahmen.
Milliardenprojekt vor Borkum
Mit der finalen Plangenehmigung für das „Nordseecluster B“ rückt der Baustart im Frühjahr 2027 näher. Etwa 46 Kilometer nördlich der Insel Borkum sollen 60 Windenergieanlagen der neuesten Generation mit einer Gesamtleistung von 900 Megawatt entstehen. RWE hält an der Projektgesellschaft 51 Prozent der Anteile und übernimmt die operative Führung. Der norwegische Staatsfonds steuert als starker finanzieller Partner die restlichen 49 Prozent bei.
Zusammen mit dem benachbarten Cluster A, das bereits Anfang 2027 ans Netz gehen soll, entsteht hier ein Kraftwerksverbund mit 1,6 Gigawatt Leistung. Dieser soll jährlich rund 6,5 Terawattstunden Grünstrom erzeugen.
Höheres Kursziel trifft auf Gewinnmitnahmen
Die verlässliche Projektpipeline und die wirtschaftliche Absicherung durch langfristige Stromlieferverträge kommen am Markt gut an. So hat sich beispielsweise der Flughafen München bereits ab 2026 jährliche Lieferungen gesichert. In einer neuen Studie hoben Analysten das Kursziel für den Energieversorger im Zuge der Genehmigung von 55 auf 63 Euro an und sprachen eine klare Kaufempfehlung aus.
Ungeachtet dieser positiven fundamentalen Einschätzung gab das Papier am Freitag um 3,01 Prozent auf 54,08 Euro nach. Damit notiert der Titel derzeit nur noch knapp über der wichtigen 50-Tage-Linie, die aktuell bei 53,68 Euro verläuft. Auf Sicht von zwölf Monaten steht dennoch ein starkes Plus von knapp 64 Prozent zu Buche.
Wissenschaft begleitet den Ausbau
Neben der wirtschaftlichen Skalierung rücken zunehmend auch die ökologischen Langzeitfolgen der Offshore-Expansion in den wissenschaftlichen Fokus. Eine am Wochenende veröffentlichte Studie des Helmholtz-Zentrums Hereon belegt, dass die riesigen Windparks den Sedimenttransport in der Nordsee messbar verändern. Demnach werden bis zu 1,5 Millionen Tonnen Schlamm umverteilt. Diese Erkenntnisse zwingen den Konzern zu Anpassungen und fließen künftig direkt in die Wartungsplanung der Fundamente und Seekabel ein.
Mit der geplanten vollständigen Netzanbindung des Nordseeclusters bis zum Jahr 2029 sichert sich RWE langfristige Erlösströme. Die Kombination aus gesicherter Finanzierung durch den norwegischen Staatsfonds und der direkten Stromvermarktung an industrielle Großabnehmer bildet das Fundament für die weitere Skalierung des Offshore-Geschäfts.
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