RWE und der Tech-Gigant Amazon rücken enger zusammen. Der Essener Energieversorger meldet einen neuen Liefervertrag für Offshore-Windenergie, der über eine reine Stromlieferung hinausgeht und die eigene Digitalisierung vorantreiben soll. Ein strategisch interessanter Schachzug, der die Aktie in unmittelbarer Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch hält.

  • Vertragsvolumen: 110 Megawatt aus dem Projekt Nordseecluster B
  • Technologie-Tausch: Amazon liefert im Gegenzug Cloud- und KI-Dienste
  • Dividende: Erhöhung auf 1,20 Euro je Aktie für 2025 angestrebt

Strom gegen Daten

Die Vereinbarung markiert die erste Zusammenarbeit der beiden Konzerne außerhalb der USA. RWE liefert grünen Strom, Amazon Web Services (AWS) stellt im Gegenzug Cloud-Kapazitäten, KI-Lösungen und Analyse-Tools bereit. Diese sollen die digitale Transformation des Energiekonzerns beschleunigen.

Das Timing passt zur starken Performance am Parkett: Die Aktie notiert mit 53,44 Euro quasi am 52-Wochen-Hoch (53,52 Euro) und verzeichnet seit Jahresanfang ein Plus von rund 14 Prozent. Der Markt honoriert offenbar die Strategie, klassisches Erzeugungsgeschäft mit modernen Technologie-Partnerschaften zu verknüpfen.

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Großprojekt in der Nordsee

Das zugrundeliegende Projekt „Nordseecluster“ liegt etwa 50 Kilometer nördlich von Juist. Es wird gemeinsam mit der Norges Bank Investment Management realisiert, wobei RWE mit 51 Prozent die Mehrheit hält.

Die Entwicklung erfolgt gestaffelt: Während Teil A (660 MW) bereits 2027 ans Netz gehen soll, ist der kommerzielle Betrieb für den nun vertraglich gebundenen Teil B (900 MW) für 2029 geplant. Für Amazon ist es der vierte große Offshore-Deal in Deutschland, wodurch das Tech-Unternehmen hierzulande Zugriff auf insgesamt über 790 MW erneuerbare Kapazitäten hat.

Rückkaufprogramm stützt weiter

Neben dem operativen Geschäft treibt das Management die Pflege des Aktienkurses aktiv voran. Das laufende Aktienrückkaufprogramm befindet sich in der dritten Tranche. Bis Juni 2026 sollen hierfür bis zu 500 Millionen Euro investiert werden. Dies dürfte dem Kurs, der auf 12-Monats-Sicht bereits über 80 Prozent zugelegt hat, eine gewisse Absicherung nach unten bieten.

Konkrete Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr präsentiert RWE am 12. März 2026. Anleger werden dann genau prüfen, ob die in Aussicht gestellte Dividendenanhebung auf 1,20 Euro durch die Bilanz gedeckt ist und wie sich die neuen Partnerschaften in der Prognose niederschlagen.

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