RWE Aktie: Startschuss in Lingen
RWE drückt beim Umbau des Konzerns weiter aufs Tempo. Der Energieriese belässt es nicht bei Ankündigungen, sondern schafft Fakten in der Infrastruktur: Heute beginnt der Bau eines der größten Batteriespeicher Deutschlands. Doch wie fügt sich dieses Großprojekt in die globale Wachstumsstrategie ein?
Dimensionen des neuen Projekts
Am Kraftwerksstandort Lingen in Niedersachsen rollen ab heute die Bagger. RWE errichtet dort einen Batteriespeicher mit einer Leistung von 400 Megawatt und einer Speicherkapazität von mindestens 800 Megawattstunden. Das Projekt entsteht auf einer 8,5 Hektar großen Fläche nordöstlich des Gaskraftwerks Emsland.
Die technische Auslegung zielt primär auf die Netzstabilisierung ab. Über 200 Lithium-Ionen-Batterie-Einheiten sollen künftig binnen Millisekunden Regelenergie bereitstellen, um Schwankungen im Stromnetz auszugleichen. Die Inbetriebnahme ist für das Jahr 2028 terminiert.
Die Eckdaten im Überblick:
- Leistung: 400 Megawatt
- Kapazität: Mindestens 800 MWh
- Technologie: Über 200 Lithium-Ionen-Systeme
- Netzanbindung: Via Umspannanlage Hilgenberg (Amprion)
Globale Expansion und Aktienrückkauf
Das Projekt in Lingen ist Teil einer umfassenden Offensive im Speichersegment. Zum Ende des dritten Quartals 2025 betrieb der Konzern bereits Systeme mit einer Gesamtleistung von rund 1,2 Gigawatt. Weitere 2,7 Gigawatt befinden sich aktuell weltweit im Bau, wobei der Fokus auf Märkten in Europa, den USA und Australien liegt.
Parallel zum operativen Ausbau pflegt RWE seine Kapitalmarktstrategie. Das am 2. Dezember 2025 gestartete Aktienrückkaufprogramm läuft planmäßig weiter. Allein in der Woche vom 19. bis 23. Januar 2026 erwarb das Unternehmen weitere 402.551 eigene Anteile.
Fokus auf Windkraft und Rahmenbedingungen
Neben der Speichertechnologie bleibt der Ausbau der Windkraft ein zentraler Treiber. Für das laufende Jahr 2026 plant RWE einen Kapazitätszuwachs von rund 4 Gigawatt. Zu den Schlüsselprojekten zählen die Offshore-Parks Sofia in Großbritannien, Thor in Dänemark sowie das Nordseecluster A in Deutschland.
Das Management sieht jedoch weiterhin Optimierungsbedarf bei den politischen Rahmenbedingungen. RWE fordert explizit Änderungen am deutschen Auktionsdesign für Offshore-Wind. Gleichzeitig beobachtet der Konzern genau die Bedingungen der anstehenden AR7-Auktionsrunde in Großbritannien.
Mit dem Baubeginn in Lingen und der fortlaufenden Aktienrückkauf-Kampagne demonstriert RWE Handlungsfähigkeit auf zwei Ebenen gleichzeitig. Der operative Erfolg des Geschäftsjahres 2026 wird nun maßgeblich davon abhängen, ob die ambitionierte Inbetriebnahme von 4 Gigawatt neuer Kapazität planmäßig gelingt und wie sich die regulatorischen Weichenstellungen in den Kernmärkten entwickeln.
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