RTL Group Aktie: Transformation unter Druck
Die RTL Group steht vor einem entscheidenden Jahr. Während das schwächelnde Werbegeschäft zuletzt eine Prognosesenkung erzwang, läuft der strategische Umbau auf Hochtouren. Mit der geplanten Sky-Übernahme und wachsenden Streaming-Zahlen will der Konzern die Flucht nach vorn antreten und die Abhängigkeit vom volatilen TV-Markt verringern.
Werbemarkt bremst Entwicklung
Der Gegenwind für den Medienkonzern kommt primär aus dem klassischen Geschäft. Ende 2025 sah sich das Management gezwungen, die Jahresprognose anzupassen. Verantwortlich dafür ist die anhaltende Schwäche der TV-Werbemärkte, die sich besonders in den Kernregionen Deutschland und Frankreich bemerkbar macht. Diese konjunkturelle Delle drückt auf die Stimmung und spiegelt sich auch im Chartbild wider: Mit einem RSI von 14,5 ist die Aktie bei einem Kurs von 36,85 Euro aktuell technisch massiv überverkauft.
Streaming als Wachstumsmotor
Operativ setzt das Unternehmen jedoch klare Akzente gegen die Krise. Der Streaming-Dienst RTL+ verzeichnete zum Jahreswechsel 2025/2026 einen Anstieg auf über sieben Millionen zahlende Abonnenten. Das Management verfolgt hierbei das Ziel, im Streaming-Segment noch im laufenden Jahr 2026 die Profitabilität zu erreichen.
Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist die im Juni 2025 angekündigte Übernahme von Sky Deutschland. Durch die geplante Zusammenführung von RTL+ und WOW würde ein neuer Marktführer mit rund 11,5 Millionen Abonnenten entstehen. Dieser Schritt soll die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber internationalen Streaming-Giganten sichern, hängt jedoch noch an der Zustimmung der Regulierungsbehörden.
Neue Führung ab Mai
Parallel zum operativen Umbau stellt das Unternehmen auch personell die Weichen neu. Clément Schwebig, aktuell bei Warner Bros. Discovery, wird im Mai 2026 die Nachfolge von CEO Thomas Rabe antreten. Dieser Wechsel signalisiert den Beginn einer neuen Entwicklungsphase, in der die Integration der Zukäufe und die digitale Transformation im Fokus stehen dürften.
Für Anleger richtet sich der Blick nun auf die Wettbewerbshüter. Die Genehmigung der Sky-Übernahme ist die entscheidende Hürde, um die geplante Skalierung im Streaming-Geschäft tatsächlich umzusetzen und das ausgegebene Profitabilitätsziel zu erreichen.
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