Ørsted Aktie: US-Widerstand gebrochen
Monatelang blockierten politische und juristische Hürden den Bau wichtiger US-Windparks. Nun hat der dänische Energiekonzern Ørsted einen entscheidenden Etappensieg errungen. Das umstrittene Projekt "Revolution Wind" speist erstmals Strom in das amerikanische Netz ein und beweist damit die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens auf einem schwierigen Markt.
Juristischer Sieg macht Weg frei
Der Weg bis zur ersten Stromeinspeisung war steinig. Kurz vor Weihnachten hatte die Trump-Regierung den Bau von fünf großen Offshore-Windprojekten an der Ostküste gestoppt und dabei nationale Sicherheitsbedenken angeführt. Ørsted und seine Partner zogen vor Gericht – mit Erfolg. Bundesrichter erlaubten die Wiederaufnahme der Arbeiten, da die Regierung keine akute Gefahr nachweisen konnte. Da eine Berufungsfrist ungenutzt verstrich, kann das 704-Megawatt-Projekt nun ohne weitere staatliche Eingriffe hochfahren.
Ganz spurlos ging der politische Konflikt allerdings nicht an den Dänen vorbei. Die Verzögerungen drückten die erwartete Rendite des fünf Milliarden US-Dollar teuren Gemeinschaftsprojekts mit Skyborn Renewables. Für das dritte und vierte Quartal 2025 musste Ørsted Abschreibungen in Höhe von insgesamt knapp 87 Millionen Dollar verbuchen, die direkt auf die staatlichen Baustopps zurückzuführen sind.
Für die Region New England kommt die Inbetriebnahme zur rechten Zeit. Der Netzbetreiber ISO New England betont die Wichtigkeit des Offshore-Windparks für die Netzstabilität, besonders in den verbrauchsintensiven Wintermonaten. Aktuell ist die Anlage zu etwa 90 Prozent fertiggestellt und soll noch in diesem Jahr die volle Kapazität erreichen, um langfristig über 350.000 Haushalte zu versorgen.
Dividende und Vorstandsumbau im Blick
Abseits der US-Küste ordnet Ørsted auch seine internen Strukturen neu. Auf der Hauptversammlung am 9. April 2026 in Dänemark stehen drei neue Vorstandsmitglieder zur Wahl, die zusätzliche Expertise aus dem Finanz- und Energiesektor einbringen sollen.
Gleichzeitig blickt das Management optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr. Nach einer Phase hoher Kosten und politischer Gegenwinde plant der Konzern die Rückkehr zur Gewinnausschüttung. Für 2026 peilt Ørsted folgende Kernziele an:
- Ein EBITDA (ohne neue Partnerschaften) von über 28 Milliarden Dänischen Kronen
- Bruttoinvestitionen im Rahmen von 50 bis 55 Milliarden Dänischen Kronen
- Die Wiederaufnahme der Dividendenzahlungen
Parallel treibt das Unternehmen auch europäische Großprojekte voran. Für den britischen Offshore-Windpark Hornsea 3 trafen kürzlich die ersten massiven Fundamentstrukturen aus Spanien ein, was den kontinuierlichen Ausbau der weltweiten Pipeline von aktuell 8,1 Gigawatt im Bau befindlicher Kapazität unterstreicht.
Mit der ersten Stromeinspeisung in den USA beweist Ørsted operative Handlungsfähigkeit in einem komplexen regulatorischen Umfeld. Die Hauptversammlung im April und die Vorlage der Ergebnisse für das erste Quartal 2026 im Mai liefern die nächsten konkreten Datenpunkte zur finanziellen Erholung des Konzerns.
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