Ørsted Aktie: Der Gegenangriff
Der dänische Energiekonzern geht auf direkten Konfrontationskurs mit der US-Regierung. Nachdem ein behördlicher Baustopp das fast fertige Vorzeigeprojekt „Revolution Wind“ lahmlegte, reicht das Unternehmen nun Klage ein. Kann Ørsted das Ruder in letzter Sekunde herumreißen oder droht die Abschreibung einer Milliardeninvestition?
Kampf gegen die Uhr
Das zuständige Joint Venture hat beim US-Bezirksgericht in Washington eine einstweilige Verfügung beantragt. Ziel ist die sofortige Aufhebung des am 22. Dezember verhängten Baustopps durch die Behörde BOEM. Die Anwälte argumentieren, die Anordnung verstoße gegen geltendes Recht und verursache irreparablen wirtschaftlichen Schaden.
Besonders brisant ist der Zeitpunkt der Eskalation: Das Projekt vor der Küste von Rhode Island ist bereits zu 87 Prozent fertiggestellt.
Die Faktenlage zum Baustatus:
* Alle Fundamente sind gesetzt.
* 58 der geplanten 65 Windturbinen sind installiert.
* Umspannwerke und Exportkabel sind einsatzbereit.
Eigentlich sollte die kommerzielle Stromerzeugung noch in diesem Monat starten. Stattdessen stehen die Kräne still.
Existenzkampf in US-Gewässern
Der ursprüngliche Baustopp, den die Behörden mit „nationalen Sicherheitsbedenken“ begründeten, schickte die Aktie im Dezember um über 12 Prozent in den Keller. Mit der jetzigen juristischen Offensive versucht Ørsted zu verhindern, dass das fast fertige Kraftwerk zur Bauruine verkommt. Das Unternehmen betont, seit 2023 über alle nötigen Genehmigungen zu verfügen.
Der Markt reagiert heute vorsichtig auf die Nachricht. Zwar zeigt der aggressive rechtliche Schritt, dass Ørsted das US-Portfolio nicht kampflos aufgibt, doch ein Prozess gegen die US-Administration birgt erhebliche Risiken. Das regulatorische Umfeld in den USA hat sich seit dem politischen Wechsel im Januar 2025 deutlich verschlechtert.
Finanzieller Puffer geschaffen
Um in diesem schwierigen Umfeld handlungsfähig zu bleiben, hat Ørsted kurz vor Jahresende die Bilanz gestärkt. Am 30. Dezember schloss der Konzern den Verkauf von 50 Prozent des britischen Windparks Hornsea 3 ab. Diese Transaktion sichert wichtige Liquidität, während das US-Geschäft zur Belastungsprobe wird.
Die nächsten Tage sind entscheidend: Gibt das Bezirksgericht dem Eilantrag statt und erlaubt die Fertigstellung der restlichen sieben Turbinen, wäre eine deutliche Erholungsrally der Aktie denkbar. Bleibt der Baustopp jedoch bestehen, droht ein Totalverlust des Assets „Revolution Wind“ in der Bilanz. Die kurzfristige Kursentwicklung hängt damit fast ausschließlich am juristischen Erfolg gegen die US-Behörden.
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